Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen

Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen50.00% stars - "Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen" Die Chronik der Erkorenen lässt einem das Rollenspielerherz erstrahlen und zu gleich in der Dunkelheit versinken. Viele alttypische Aspekte wirken einfach nicht bis zum Ende durchdacht und nicht mehr modern, sondern sehr veraltet.Leider hat Square Enix versäumt das Kampfsystem zu überarbeiten, welches nicht nur Spieler damals sondern auch neu dazugekommene zum Verzweifeln bringen wird.Als besonderen Knackpunkt muss ich leider die recht spärliche und zugleich schlechte Erzählweise der Story erwähnen, denn diese wurde einfach verhunzt.Wer wirklich mal das neuaufgelegte Original spielen möchte, kann bedenkenlos zu diesem Remake greifen, doch gerade in der heutigen Zeit kann man wesentlich bessere Ableger in diesem Genre vorfinden und leider auch empfehlen!Autor: Kevin Motschal
Dragon Quest-Spiele außerhalb Japans waren für Jahrzehnte nicht möglich. Als Rollenspieler schaute man entweder in die Röhre oder importierte sich damals die japanischen oder amerikanischen Versionen nach Europa. Seitdem Square Enix die „Zenithia-Trilogie (Remakes von Dragon Quest IV - VI)“ eingeführt hat, bekommen wir Europäer nun doch noch in den Genus der weltbekannten Rollenspielreihe, die sich nicht vor Final Fantasy verstecken muss, sondern Final Fantasy hinter ihr.

Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen ist insgesamt nun schon 18 Jahre alt. Vor acht Jahren erschien noch einmal ein PSone-Remake, was damals schon mit mehreren Änderungen und 3D-Areale den Spieler begeisterte. Dragon Quest: Die Chronik der Erkorenen basiert dementsprechend auf das acht Jahre PSone-Remake und wurde noch einmal ein wenig verfeinert und bietet zum ersten Mal deutsche Texte.

Nicht nur die Grafik wurde rund erneuert, sondern auch soundtechnisch wurde das Game noch einmal wesentlich aufgebohrt. Als weitere Neuerung wurde Wlan-Support integriert, so dass man seine Siedler mit Freunden tauschen kann. Diese Funktion wurde integriert, damit man seine Pionierstadt schneller wachsen lässt.

Wo die Entwickler technisch an allen Ecken gefeilt haben, haben sie hingegen den Hauptbereich/ Story unangetastet gelassen. So hat man in den ersten Kapiteln vier unterschiedliche Charaktere, mit denen man unterschiedliche Storystränge verfolgt. Erst im fünften Kapitel werden alle Handlungsstränge in einem Pfad zusammen geführt, so dass man ab diesen Zeitpunkt mit einer Heldengruppe unterwegs ist.

Leider sind gerade die ersten Einzelkapitel der Helden recht unspektakulär. Denn die ersten Kapitel haben ca. eine Spieldauer um die 30 Minuten und man verbringt sehr viel Zeit damit wichtigen NPCs zu reden, Schlüsselobjekte besorgen und anschließend einen Boss-Gegner zu erledigen.
Leider kann man diesen einzig allein besiegen, wenn man alttypisch genug Level und dementsprechend eine optimale Ausrüstung besitzt. Geht man unvorbereitet in den Kampf, kann man schnell das Zeitlichte segnen.
Vor ca. 15 Jahren war dieses Prinzip mehr als modern und stellte genug Leute vor längeren Nächten, doch muss man sich auch eingestehen, dass dieses Prinzip heut zu Tage kaum noch großen Anklang findet, außer man befindet sich in einem MMORPG.

Die Kämpfe selbst werden alttypisch mit einem recht schlechten rundenbasierten Kampfmodus präsentiert. Gerade am Anfang ist man fast schon schockiert, dass man keinen Gegner direkt anvisieren kann, sondern nur ganze Gruppen. Wenn man denkt, dass es nicht schlimmer werden kann, kommt es auch so! Diese Aussage trifft auf die Mitstreiter im Kampfmodus zu. Leider kann man zu keiner Zeit des Kampfes ihre Lebensenergie anzeigen lassen und zugleich agieren diese völlig automatisch und nicht gerade selten, greifen die Gruppenmitglieder mit härteren Attacken auf fast schon tote Gegner an. Leider muss man an diesem Punkt deutlich sagen, dass dieses System mehr als veraltet ist und Square Enix ruhig noch einmal das Kampfsystem anpassen hätten können.

Wenn wir schon das veraltete Kampfsystem ansprechen, müssen wir leider auch die recht schlecht als recht erzählte Story ansprechen. Obwohl das Spiel zum ersten Mal und dementsprechend komplett in Deutsch übersetzt wurde, wird die Story nur recht unspektakulär erzählt. Gerade die tragischen Szenen lassen einem als Spieler mehr als je unbeeindruckt, so dass man schnell als Spieler das Interesse an der Geschichte selbst verliert.

Leider wird es noch schlimmer. Denn wenn man sich das Speichersystem anschaut, sieht man erst, wie veraltet dieses System ist. So kann man einzig allein auf der Weltkarte speichern. Wenn man sich in Dungeons befindet, kann man zu keiner Zeit einen Speicherstand anlegen, was gerade bei größeren Gegnern mehr als schade ist. Doch das größte Übel ist, wenn man auf der Speicherkarte speichert, dass man seinen Nintendo DS ausschalten muss und erst beim nächsten Neustart, kann man mit dem neuen Speicherstand weiterspielen. So was darf heut zu Tage nicht mehr sein, denn damit geht auch der letzte Spielspaß verloren.

Wo bisher nur negative Punkte angesprochen wurden, möchte ich auch noch einmal etwas Positives hervorheben. So ist der dynamische Tageszeitenwechsel sehr schön und zugleich nützlich animiert. Wenn man dementsprechend nachts in die Stadt zurückkehrt, sieht man wie die Läden schließen, die NPCs in ihre Häuser oder in die nahegelegene Kneipe gehen und zugleich die stärkeren Monster erscheinen. Besonders das in der Vergangenheit recht häufige mit der ganzen Gruppe herumzumarschieren lässt einiges schmunzeln zu, denn gefallene Kameraden verschwinden nicht, sondern werden als Särge hinter der Gruppe dargestellt und zugleich mitgeschleift ;).
Je weiter man in das Spiel vordringt umso mehr Fortbewegungsmittel bekommt man als Spieler zur Verfügung gestellt. So kann man im späteren Verlauf des Spiels mit einem Schiff und zugleich mit einem Fesselballon die Welt bereisen.

Fazit

Die Chronik der Erkorenen lässt einem das Rollenspielerherz erstrahlen und zu gleich in der Dunkelheit versinken. Viele alttypische Aspekte wirken einfach nicht bis zum Ende durchdacht und nicht mehr modern, sondern sehr veraltet.
Leider hat Square Enix versäumt das Kampfsystem zu überarbeiten, welches nicht nur Spieler damals sondern auch neu dazugekommene zum Verzweifeln bringen wird.
Als besonderen Knackpunkt muss ich leider die recht spärliche und zugleich schlechte Erzählweise der Story erwähnen, denn diese wurde einfach verhunzt.

Wer wirklich mal das neuaufgelegte Original spielen möchte, kann bedenkenlos zu diesem Remake greifen, doch gerade in der heutigen Zeit kann man wesentlich bessere Ableger in diesem Genre vorfinden und leider auch empfehlen!

Autor: Kevin Motschal


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