Square Enix veröffentlicht einen neuen exklusiven Wii-Titel aus der FF-Reihe, nämlich: „Final Fantasy Crystal Chronicles: The Crystal Bearers“. Anifo lüftet für euch die Vorzüge und Schwächen des Spiels.
Gleich zu Beginn schlüpft der Spieler in die Rolle des blonden Kristallträgers Layle. Sogleich legt Layle auch einen nervenzerreißenden Sprung aus luftiger Höhe hin. Mitten im Flug nach unten zum Luftschiff gilt es so viele Feinde wie möglich abzuschießen. Dieses wurde nämlich aus heiterem Himmel angegriffen von merkwürdigen Flugtieren. Kaum ist Layle auch das Vertreiben der Gegner geglückt steht das nächste Unglück bevor. Ein unbekanntes magisches Wesen taucht auf, welches die Steuerung des Luftschiffes stark beschädigt. Doch so schnell es auch auftauchte, verschwand es auch wieder. Als Kristallträger gehört Layle zu einer Art Menschen, der magische Kräfte besitzt. Zwar werden diese speziellen Personen wie Kriminelle angesehen, doch dank Layle kann das Luftschiff halbwegs heil gelandet werden. Mehr oder weniger war dies auch sein Auftrag.
Doch was hat es mit diesem fast schon übernatürlichen Wesen auf sich? Nach nur wenigen Minuten Spielzeit erschließt sich dem Spieler (auch ohne Vorkenntnisse) der grobe Zusammenhang.
Cooler Charakter

Der Hauptcharakter überzeugt mit seiner Coolness
Statt einem klassischen rundenbasierten RPG ist „Final Fantasy Crystal Chronicles: The Crystal Bearers“ viel mehr ein Action-Adventure Wii-Titel in Echtzeit ohne Level-System. Dabei lässt sich Layle per Nunchuck und Remote bewegen. Äußerst vielseitig und abwechslungsreich gestalten sich übrigens die Umgebungen und die Aufgabenstellungen. Beispielsweise muss der Spieler während einer rasanten Fahrt mit einem Chocobo-Wagen die königlichen Wachen in Schach halten, ein Frettchen fangen und allerlei Schalter betätigen. Je nach der Örtlichkeit passt sie Hintergrundmusik an, wie einem Country-Klang an die Wüste. Leider wirken die helltönigen Melodien dabei des Öfteren recht nervend. Grafisch regt das Spiel mit den klaren Farben und sauberen Konturen dafür extrem gut den Spieler an. Passt einem ein Mal dennoch nicht der Kamerawinkel ist dies auch kein Problem, denn diesen kann man fix per C-Taste in die Ego-Sicht korrigieren.
Für die Steuerung benötigt man eine gewisse Eingewöhnungszeit, denn per B-Taste muss man genau sein Ziel (einen Gegenstand oder Gegner) ins Visier nehmen, um dieses anzuheben oder weg zu schleudern. Im Kampf sind Ermüdungserscheinungen vom Arm vorprogrammiert, da das Anvisieren und Halten bei größerer Distanz fast Dauerzustand sind. Nichtsdestotrotz ist der Schwierigkeitsgrad angenehm, obwohl es keine Waffen gibt. Dafür warten jedoch Items auf Layle. Diese können miteinander neu kombiniert werden und helfen die Fähigkeiten zu verbessern.
Schöne Landschaften

Die Landschaften sind wie immer atemberaubend schön in Szene gesetzt und man freut sich auf jedes neues Gebiet.
Zu vermissen gibt es leider einen Multiplayer-Modus und einem Nachschlagewerk, denn die Aufgabenstellungen und die Steuerung werden teilweise nur für wenige Sekunden eingeblendet. Dennoch erhält der Spieler ein grandioses Gameplay-Erlebnis.
Fazit
Zahlreiche in Deutsch untertitelte Sequenzen, hochwertige Optik, viel Abwechslung und eine interessante Story waren auf euch in „Final Fantasy Crystal Chronicles: The Crystal Bearers“. Es sei jedoch erwähnt, dass dieser Wii-Titel ein Action-Adventure ist und kein Rollenspiel. Square Enix passte diesen FF-Titel jedenfalls optimal an die Nintendo Wii Steuerung an. Für den Spieler bedeutet dies die Gegner auf sportliche Weise weg zu schleudern oder auch nette kleine Gimmicks heraus zu finden. Auch trotz des lahmen Arms gefiel mir „Final Fantasy Crystal Chronicles: The Crystal Bearers” sehr gut.
Autor: Nicole Borkowitz