Der gestiefelte Kater

Der gestiefelte Kater83.33% stars - "Der gestiefelte Kater" Mit dem Märchen der Gebrüder Grimm hat „Der gestiefelte Kater“ von DreamWorks Interactive nicht mehr viel gemein. Aber nichts desto weniger ist das Xbox 360-Spiel mit der flauschigen Mieze lustig, charmant und mit diesen unwiderstehlichen Kulleraugen versehen. Leider ist das Spiel recht kurz geraten, doch dafür verfügt es über ein paar Mini-Spiele, die zu zweit unterhalten. Obwohl sich „Der gestiefelte Kater“ an Grundschulkinder richtet, lädt der Kater mit seinem Casanova-Zorro-Charme auch jung gebliebene (Damen) dazu ein.Autor: Nicole Borkowitz
Zum Kinofilm der DreamWorks Animation Produktion „Der gestiefelte Kater“ testeten wir das gleichnamige Spiel für die Xbox 360 mit Kinect. Wie macht sich darin wohl der spanische Kater aus den Shrek-Filmen in einer Haupt- statt Nebenrolle?

Das Abenteuer mit dem rot getigerten Kater mit weißen Pfötchen beginnt in einer Bar in Santa Maria. Ohne größeres Aufsehen versucht der gestiefelte Kater eine „Leche“ (spa.: Milch) zu bestellen, doch prompt wollen einige „Banditos“ den steckbrieflich Gesuchten an den Kragen.
Sofort geht es hier für den Spieler auch schon mit den ersten Fechtübungen los. Mit ausgestreckter Hand führt man sozusagen den imaginären Degen. Je mehr man in der Luft elegante Hiebe und Streiche ausführt desto schneller lädt sich die Leiste für den Tritt und das Kratzen. Sobald die jeweiligen Leisten aufgefüllt sind leuchten diese. Das Aktivieren dieser Angriffe ist dabei selbst erklärend, nur für das Kratzen muss man vorab einmal kurz Springen um zu kratzen.
Nach beiden Angriffen lässt man die Banditen am besten in eine Falle stolpern. (Die Stolperrichtung bestimmt man selbst via Kinect indem man einen Schritt zur Seite macht.) Die Fallenarten sind sehr ausgefallen, egal ob man dem Gegenüber in ein Klavier einklemmt, in ein Wasserfass schleudert oder über das Geländer fällt. Zudem gibt es noch die Gitarren. Stolpert der Gegner dort hinein, lädt man die Leiste für den Gitarrenschlag auf. Nach einem rockigen Luftgitarren-Auftritt schlägt man mit dem letzten Akkord gleich mehrere Banditen auf einmal K.O..

Der gestiefelte Kater


"Mieze gegen Banditos" heißt es hier, wobei der Spieler jede Bewegung des Katers vorgibt.

Kaum hat man den Ganoven die Leviten gelesen geben sie auf und erzählen zur Wiedergutmachung von Zauberbohnen. Jack und Jill sollen sie besitzen. Pflanzt man diese Bohnen ein wachsen diese bis zu einem riesigen Schloss in den Wolken hoch, wo eine Gans goldene Eier legt. Diese Geschichte kommt dem gestiefelten Kater mit Cowboy-Hut recht bekannt vor. Sein Freund Humpty Dumpty aus Kindertagen war besessen von den Zauberbohnen. Allerdings reizen die goldenen Eier den gestiefelten Kater. Mit diesen könnte er seine Schuld in seiner Heimatstadt San Ricardo begleichen. So macht er sich auf um die Zauberbohnen zu suchen. Unterwegs erwarten den Casanova dabei so einige Senoritas, die er mit Gitarrensolos zum Schnurren bringt, aber auch jeder Menge Banditen, denen er mit dem Degen eine Lektion erteilt. Ebenso gehört es dazu rollenden Fässern auszuweichen, still und leise zu schleichen oder aber beim Fight Night Dance mit einer maskierten Zorro-ähnlichen Katze über das Parkett zu tanzen. Bei all diesen Aktionen ist der Spieler vollends gefragt.
Wer „Der gestiefelte Kater“ nach etwa vier bis fünf Stunden durchgespielt hat, spürt am nächsten Tag auch sicherlich den (Muskel-)Kater ;).

Ein Freund darf gerne mitspielen:
Neben dem Solo-Abenteuer-Modus gibt es zudem noch die „Herausforderungen“. Bis zu zwei Spieler können im Multiplayer-Modus abwechselnd Rekorde aufstellen, leider nicht zeitgleich. Zur Auswahl stehen einem fünf Mini-Spiele, die man im Verlauf des Spielgeschehens frei schaltet. An dieser Stelle stellen wir zwei vor:

Banditenstiefel
Äußerst innovativ ist das Treten der Banditen. Vor der Kinect muss man sich lediglich richtig positionieren und treten. Rücklings stolpert der Bandit in eine Falle und man sahnt dafür entsprechende Punkte ab. Neben einem guten Timing ist auch die Phantasie der Spieler gefragt. Besonders wenn es darum geht die 100-Punkte-Falle auszulösen. - Wer kommt schon auf die Idee eine im Weg stehende Feuerstelle mit einem in ein Fass fallenden Banditen zu löschen? - Genial!

Fässerhagel
In diesem Mini-Spiel muss man wie im Story-Modus von „Der gestiefelte Kater“ den entgegenrollenden Fässern ausweichen. Hier hält sich der Schwierigkeitsgrad eher extrem einfach im Gegensatz zu anderen Aufgaben in „Der gestiefelte Kater“.

Der gestiefelte Kater


Mit heiße Rhythmen erobert man im Sturm die Herzen der Damenwelt.

Technische Umsetzung
Für eine Spiel-Adoption ist „Der gestiefelte Kater“ grafisch gut. Der Xbox 360-Titel wendet sich mit der leichten Knuddel-Optik natürlich an das jüngere Publikum. Welche sich zudem besonders über die Cut-Szenen aus dem gleichnamigen Animationsfilm freuen werden. Obendrein gibt es kaum etwas zu lesen, selbst Erklärungen werden von einer Erzählerstimme erläutert. Der Synchronsprecher verleiht dem anmutenden Tigerkater und seinem Abenteuer einen märchenhaften Flair. Unterstützend betont der Sound die spanischen Rhythmen und Melodien. Auch trotz der Stilmischung mit typischen Western-Elementen harmonisiert das Spielgeschehen.

Fazit

Mit dem Märchen der Gebrüder Grimm hat „Der gestiefelte Kater“ von DreamWorks Interactive nicht mehr viel gemein. Aber nichts desto weniger ist das Xbox 360-Spiel mit der flauschigen Mieze lustig, charmant und mit diesen unwiderstehlichen Kulleraugen versehen. Leider ist das Spiel recht kurz geraten, doch dafür verfügt es über ein paar Mini-Spiele, die zu zweit unterhalten. Obwohl sich „Der gestiefelte Kater“ an Grundschulkinder richtet, lädt der Kater mit seinem Casanova-Zorro-Charme auch jung gebliebene (Damen) dazu ein.

Autor: Nicole Borkowitz


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