Die Wolke
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„Die Wolke” basiert auf dem gleichnamigen Roman von Gudrun Pausewang, der auf die Risiken der Atomkraft aufmerksam macht. Anike Hage visualisierte diesen Roman und wie sie den Charakteren Leben einhaucht lest ihr nun:
Ein völlig normaler Schulalltag. Janna sitzt im Unterricht und hofft auf das Stundenende. Plötzlich schrillt die Alarmglocke der Schule und eine Durchsage bittet alle Schüler und Schülerinnen sofort nach Hause zu gehen, wegen ABC-Alarm. In dem Gedränge nach draußen schnappt Janna einige Infos auf. Offenbar scheint etwas mit dem Atomkraftwerk in Markt Ebersdorf zu sein. Ob es einen Reaktorunfall dort gab? Egal, Janna muss erst mal nach Hause zu ihrem jüngeren Bruder Uli. Kaum erreicht Janna das Elternhaus findet sie auch schon ihren Bruder. Er ist allein zu Haus, denn ihre Eltern sind unterwegs. Schnell wollen sie sich verbarrikadieren im Keller als das Telefon klingelt. Zum Glück: Janna’s Mutter ist am Apparat! Für trostspendende Worte ist jedoch keine Zeit. Ihre Mutter macht ihr klipp und klar, dass sie sofort aufbrechen müssen. Am besten zu ihrer Tante in Hamburg bevor die Wolke kommt. In Windeseile ist Janna fertig zum Aufbruch, doch Uli spielt nicht mit. Er versteht die ganze Hektik nicht und will daheim bleiben. Natürlich können sie dies nicht. Wehmütig folgt Uli seiner Schwester. Wegen den gestauten Straßen nehmen beide einen ungeteerten Weg. An einem Bahndamm schieben sie ihre Fahrräder hoch und oben angekommen will der verspielte Uli sein Rad bergab rollen lassen. Doch der Spaß vergeht ihm als er die Kontrolle auf dem Schotter verliert und stürzt. Mit einem „Aua“ erhebt er sich gerade langsam von seinem Fall als plötzlich ein Auto auf ihn zurast... Wie bereits aus dem Inhalt hervor geht, handelt „Die Wolke“ von einem Comic-untypischen Thema. Aus diesem Grund ist dieser TOKYOPOP-Titel erst ab 13 Jahren zu empfehlen. Auf den 169 Seiten der realistischen Geschichte gibt es unter anderem ein Vorwort von dem SPD-Parteivorsitzenden Sigmar Gabriel. Zudem findet man drei Farbseiten mit Illustrationen von Anike Hage zu Beginn des Comics. Auffällig am Zeichenstil sind die hintergrundarmen Panels. Durch diese bewusste „leere“ bekommt das Thema Atomkraft einen wesentlich stärkeren Ausdruck. Humor: Dieser Punkt entfällt selbstverständlich komplett in dem Comic. Action: Eine gewisse Action lässt sich in der Geschichte nicht abstreiten, jedoch ist es nicht die Action eines Kampfes, sondern viel mehr der Kampf um das „Leben“. Erotik: Auch dieser Teil entfällt vollständig aus der Wertung, wie der Humor. FazitIch kann diesen Comic für 6,50 Euro bedenkenlos jedem empfehlen, vor allem jenen die wissen möchten was Hibakusha sind. Autor: Nicole Borkowitz |
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Infos

| Firma/Autor: | Anike Hage |
| Vertrieb: | TOKYOPOP |
| Genre: | Special |
| Alter: | 13 Jahre |
| Story: | |
| Action: |
| Gesamtwertung: | 80.00 % |
| User-Bewertung: | |




