Pretty Guardian Sailor Moon Band 2

Pretty Guardian Sailor Moon Band 285.00% stars - "Pretty Guardian Sailor Moon Band 2" Dank dieser Magical-Girl-Serie von Naoko Takeuchi sind den Mangas und Animes in Deutschland überhaupt erst die Tore geöffnet worden. Eine ganz neue Ära brach bei den Kindern und Jugendlichen herein.Wer vor 13 Jahren die 18 Mangabände verpasst hat sollte jetzt zugreifen. Wer weiß schon, ob es die Sailor Moon Lizenzen je wieder nach Deutschland schaffen? Natürlich wurden in der überarbeiteten Fassung Fehler korrigiert, aber es fielen auch die Autorenkommentare und das Rückenbild weg. Gewöhnungsbedürftig sind auch die Angriffe und Sprüche, die nun in Englisch belassen wurden. Als kleine Entschädigung findet man aber am Ende anfängliche Zeichnungen bevor das Outfit feststand.Autor: Nicole Borkowitz
Sailor Moon feiert ihr Comeback mit der überarbeiteten Manga-Reihe „Pretty Guardian Sailor Moon“. EMA bringt nach 13 Jahren Sailor Moon zurück in die Händlerregale. Während die ursprüngliche Serie von Naoko Takeuchi 18 Bände umfasste wird „Pretty Guardian Sailor Moon“ in zwölf Bänden ohne Kürzung erscheinen, denn pro Band erhält die neue Auflage mehr Umfang.

Tsukino Usagi - oder einfach Bunny - ist als Sailor Moon die Anführerin der Sailor Kriegerinnen (Sailor Mercury, Sailor Mars, Sailor Jupiter). Gemeinsam sollen sie den Silberkristall und die Prinzessin des Mondes finden, um diese vor den dämonischen Kräften zu beschützen. Unterstützung bekommen sie von der sprechenden Katze Luna.
Die vier Kriegerinnen führen allerdings auch ein normales Leben und halten ihre zweite Identität geheim. Sailor Moons ist allerdings aufgeflogen. Im letzten Kampf gegen die bösen Mächte, die den Silberkristall an sich reißen wollen, rettet sie Tuxedo Mask. Als die Kriegerin für Liebe und Gerechtigkeit erwacht findet sie sich zurück verwandelt in einem fremden Bett wieder. Sie befindet sich in Mamoru Chibas Wohnung. Als er zu ihr geht wird ihr erst bewusst, dass er ihr Retter im Smoking ist. Bunny bleibt nicht lange bei ihm, denn Luna hält ihn für den Feind.

Ohne den Heldinnen eine Verschnaufpause zu gönnen greifen die Feinde erneut an, dabei bringt sich Sailor Moon in eine vertrackte Situation. Doch anstatt dass Tuxedo Mask ihr wie sonst zur Hilfe kommt, rettet sie Sailor V. Bevor Bunny zur Kriegerin wurde himmelte sie Sailor V an und spielte unentwegt die Videospiele der taffen Frau. Besiegt zieht sich der Gegner zurück und alle fünf Sailor Kriegerinnen lernen sich kennen. In Begleitung von Sailor Venus befindet sich der Kater Artemis, der genauso wie Luna sprechen kann und das Halbmond-Symbol auf der Stirn trägt. Artemis verkündet zudem, dass die neue Kriegerin obendrein die Prinzessin des Mondes ist. Freudig darüber endlich die Prinzessin gefunden zu haben gibt es aber dennoch allerhand Dinge in den nächsten Tagen zu besprechen. Bunny ist das jedoch alles zu viel. In ihrem Kopf herrscht nur Chaos, besonders wegen Mamoru. Was soll sie bloß tun? Tuxedo Mask als ihren Feind ansehen, da er ebenfalls hinter dem Silberkristall her ist?

Zur ersten Manga-Reihe von vor 13 Jahren sind einige gravierende Unterschiede festzustellen. Besonders auffällig ist selbstverständlich die japanische Leserichtung in der „Pretty Guardian“-Version. Dadurch entfallen nun auch Kopierfehler wie die gespiegelte Uhr (zu Beginn des ersten Mangas). Ausgelassen wurden nun allerdings die Autorenkommentare. In den Randspalten gibt es dafür nun oftmals SD-Figuren (Super-Deformed). Weggefallen ist leider auch das Rückenbild bei den Mangabänden. Zudem sind die Zaubersprüche und Angriffe dieser Magical-Girl-Serie in der Originalsprache (Englisch) belassen, also kein „Macht der Mondnebel“ sondern „Moon Prism Power! Make up!“.

Unter den 230 Seiten befinden sich zwei Farbseiten mit Zeichnungen von den fünf Freundinnen sowie das Coverbild von Sailor Mercury. Für 6,50 Euro erwirbt der/die Leser/in nicht nur irgendeine Magical-Girl-Serie, sondern „die“ Liebesgeschichte, die sich kein Manga-Fan entgehen lassen sollte. Bei der Panelgestaltung ließ sich Naoko Takeuchi freien Lauf. Öfter als andere Autoren lässt sie die Panels aufeinander aufliegen, meist nur für kleine Bewegungen oder für Texte. Die Hintergründe der Panels halten sich eher schlicht mit Rastern bedeckt oder deuten einen auslaufenden Weg an. Trotz des Alters sehen die Zeichnungen nicht angestaubt aus, obwohl die dünnen Zeichenlinien mittlerweile seltener genutzt werden. Nichtsdestotrotz kann man diese Liebesgeschichte bereits ab 10 Jahren empfehlen, vorwiegend natürlich für Mädchen.
Am Ende der Geschichte gibt es übrigens auf zwei Seiten noch als Bonus die ersten Urentwürfe von Sailor Moon und den anderen Charakteren zu bestaunen.

Humor:
An einigen trübseligen Momenten von Bunny sorgen andere Charaktere, wie zum Beispiel der Schulkamerad Umino, für lustige Abwechslung. Ab und zu nutzte Naoko Takeuchi auch gerne den Slapstick für übertriebene Reaktionen.

Action:
Was wäre Sailor Moon wohl ohne Action? - Genau, das kann es gar nicht geben, denn die Action gehört ebenso dazu wie die Romanze. Häufig füllt die Autorin und Zeichnerin die kompletten Hintergründe nur mit Speedlines aus, damit die schnellen Reaktionen besser zum Vorschein treten.

Erotik:
Nicht Erotik sondern viel mehr „Liebe“ wäre hier die richtige Bezeichnung, denn außer einem unerwarteten, innigen Kuss von Sailor Moon bleibt alles jugendfrei. Sehr viele Szenen werden obendrein noch mit Rosen, Sternchen und funkelnden Elementen verziert.

Fazit

Dank dieser Magical-Girl-Serie von Naoko Takeuchi sind den Mangas und Animes in Deutschland überhaupt erst die Tore geöffnet worden. Eine ganz neue Ära brach bei den Kindern und Jugendlichen herein.
Wer vor 13 Jahren die 18 Mangabände verpasst hat sollte jetzt zugreifen. Wer weiß schon, ob es die Sailor Moon Lizenzen je wieder nach Deutschland schaffen? Natürlich wurden in der überarbeiteten Fassung Fehler korrigiert, aber es fielen auch die Autorenkommentare und das Rückenbild weg. Gewöhnungsbedürftig sind auch die Angriffe und Sprüche, die nun in Englisch belassen wurden. Als kleine Entschädigung findet man aber am Ende anfängliche Zeichnungen bevor das Outfit feststand.

Autor: Nicole Borkowitz


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