Detektiv Conan - Der Magier mit den Silberschwingen

Detektiv Conan - Der Magier mit den Silberschwingen70.00% stars - "Detektiv Conan - Der Magier mit den Silberschwingen" Obwohl der achte Film nicht schlecht ist, hinkt er leider seinen Vorgänger storytechnisch hinterher. Der Film wirkt gerade bis zum letzten Viertel recht lang gezogen und lässt einem als Zuschauer wahrlich hoffen, dass endlich die Story weitergesponnen wird. Besonders die Szenen und Verkleidungen von Kaito Kid können aber überzeugen, denn als dieser am Anfang des Films plötzlich im Theater als Shin’ichi erscheint und sogar Conan damit mal Schweiß auf der Stirn entstehen lässt, lässt einem als Zuschauer ein wenig schmunzeln.Autor: Kevin Motschal
Der achte Film, kein Mensch hätte einst geglaubt, dass eine Anime-Serie mehrere komplette Filme erhält und sich so lange erfolgreich in den Köpfen der Menschen hält. Dank Anime-Virtual bekommen wir nach und nach die Filme synchronisiert auch in Deutschland. Der achte Teil wird wieder einmal mit dem recht bekannten Conan Widersacher Kaito Kid aufwarten, denn in diesem Film werden Morde eher in den Hintergrund gestellt.
Zwei Frauen sitzen bei Mori im Büro, ihre Namen sind „Juri Maki und Masayo Yaguchi“, sie haben einen Rosenstrauß mitsamt einen Brief von Kaito Kid bekommen. Er enthält die Nachricht „Wenn die 26 Buchstaben herumfliegen, komme ich und werden den Juwel des Schicksals in Empfang nehmen“. Kurz drauf präsentiert Juri Maki den Juwel und erklärt, dass sie diesen zurzeit auch bei ihren Aufführungen in einem Theaterstück an sich trägt. Wie üblich spielt sich Mori auf und probiert mit seinem kaum vorhandenen Wissen den Brief zu lösen. Juri bittet ihn deshalb am Abend bei ihrer letzten Vorführung dabei zu sein, denn Kogoro Mori geht davon aus, dass Kaito Kid an diesem Abend zuschlagen wird.

Am Abend befinden sich Professor Agasa, Kogoro Mori, Ran, Conan und seine Freunde im Theater SORA, denn alle wurden von Mori eingeladen mitzukommen. Den Eingang passiert, gehen alle erst einmal gemeinsam in die Umkleide von Juri Maki, wo sie den weiteren Schauspieler Bunjiro Narusawa als Napoleon treffen. Kurz drauf tritt Kommissar Nakamori ins Zimmer und wird mit einem festen Händedruck von Kogoro Mori empfangen. Doch dieser ist nicht allein gekommen, sondern bringt auf Empfehlung einen alt bekannten jungen Meisterdetektiv mit. Es handelt sich dabei um „Shin’ichi“, was Conan sein Kinn zum Boden fallen lässt. Conan kann es nicht fassen und ruft sofort, dass es sich dabei um Kaito Kid handelt, der Kommissar überprüft sofort ob diese Behauptung stimmt, doch kann keine Maske bei Shin’ichi festgestellt werden.

Gemeinsam mit Shin’ichi und Ran fährt Conan in die oberen Etagen, wo er Shin’ichi keinen Moment außer Augen lässt. Als der Abend anbricht, versammeln sich alle im Theatersaal, einzig allein Shin’ichi steht an einer Tür und beobachtet die Leute. Aber auch Conan kann seine Augen nicht von ihm wenden und probiert ihn mitsamt seiner Brille zu überführen, aber leider kann er nichts finden.
Während das Stück abläuft, sieht Conan Shin’ichi nur noch winken und verschwinden, er probiert ihm zu folgen und läuft dabei gegen einen Wachmann. Ein zweiter kommt dazu und bei diesem fällt Conan der längere Schlagstock auf. Als er diesen in Bedrängnis bringt, stellt sich heraus, dass es sich um Kaito Kid handelt, der durch eine Drehung des Schlagstocks einen Blitz auslöst und in einen Fahrstuhl flüchtet. Conan nimmt sofort die Verfolgung auf und gelangt aufs Dacht vom Theater. Auf dem Dach kann er Kaito Kid stellen.
Beide liefern sich auf dem Dach einen unausweichlichen Kampf und Kaito Kid drängt Conan bis zum Geländer, als sich beide in die Augen schauen fällt Conan vom Dach und Kaito Kid springt hinterher. Ein Rucksack, der Conan den ganzen Abend begleitet hat, entpuppt sich als ein Hängegleitschirm und beide liefern sich ein weiteres Duell in der Luft und landen zum Schluss auf einer fahrenden Bahn.
Gerade als Conan Kaito Kid stellt, kann dieser sich mit ein Verbindungsseil zu seinem Gleiter von der Bahn ziehen und entkommen.

Szenenwechsel:
Alle befinden sich auf einem Flughafen und Kogori Mori bedankt sich bei den Schauspielern für die Abschlussfeier vom Theaterstück. Mitten im Gespräch als Conan den Theaterleuten reden, bekommt Conan Gänsehaut und fragt sich, was das bedeuten soll. Als alle in das Flugzeug von Sky Japan eingecheckt haben, taucht plötzlich Rans Mutter auf. Leider stellt sich kurz darauf heraus, das Ran dies alles organisiert hat. Kurz drauf taucht doch noch der angeblich kranke Shinjo auf. Währenddessen überfliegt Conan in Gedanken versunken noch einmal den Schrieb von Kaito Kid und stellt dabei fest, dass der Brief daraufhin deutet, dass der Diebstahl während dieses Fluges stattfinden soll.
Das Flugzeug befindet sich in der Luft und Conan probiert das Juwel, welches sich an der Hand von der Schauspielerin Juri befindet nicht außer Acht zu lassen. Als den Piloten Kaffee gebracht wird, geht Yuri ins Cockpit, wo sie ihren alten Kollegen begrüßt, denn sie gehörte in der Vergangenheit mit zum Flug-Team. Als sie das Cockpit verlässt, werden ihr Pralinen angeboten, sie sucht sich direkt eine aus der Mitte auf und isst diese. Kurze Zeit später bricht sie zusammen und ist tot. Doch waren es vergifteten Pralinen oder etwas anderes, was den Tot verursacht hat oder war es doch eine Person in nächster Umgebung…

Charakterbeschreibungen:
Shin’ichi Kudo/ Conan Edogawa:
Der 17 Jahre alte Shin’ichi ist ein begnadeter Fußballspieler und ein großer Fan von Sherlock Holmes. Seine Eltern sind der Bestsellerautor Yusaku Kudo und die frühere Schauspielerin Yukika Kudo. Von ihnen hat er auch seine hervorragende Kombinationsgabe geerbt, mit deren Hilfe er schon in der der Vergangenheit zahlreiche und spektakuläre Fälle gelöst hat.
Seit dem er auf einem Jahrmarkt von zwei unbekannten Männern durch ein Gift geschrumpft wurde, jagt er die verbrecherische Organisation. Zu seiner Tarnung hat er sich eine neue Identität als Conan Edogawa zugelegt und wohnt bei seiner Freundin Ran. Um keinen Verdacht zu erwecken, geht Conan wieder zur Grundschule, wo er seine festen Freunde wie ein normales Schulkind besitzt.
Shin’ichi versucht mit allen Mitteln seine wahre Identität zu verheimlichen, damit niemand, besonders Ran nicht in Gefahr gelangt. Einzig allein Professor Agasa und noch ein paar ausgewählte Personen wissen über ihn bescheid. Da er immer noch das Wissen und auch die Auffassungsgabe eines 17 Jahre alten Teenagers besitzt löst er im geheimen weiterhin viele Fälle, die aber immer auf das Konto von Kogoro Mori gut geschrieben werden.

Ran Mori:
Ran ist schon seit frühester Kindheit mit Shin’ichi befreundet und zeichnet sich durch ihre nette und hilfsbereite Art aus. Trotzdem sollte man sie nicht reizen oder belästigen, denn sie kann sehr schnelle und starke Tritte sowie Karate-Griffe auf den Gegner anwenden. Rans Eltern sind der Privatdetektiv Kogoro Mori und die Rechtsanwältin Eri Kasaki. Seit dem die beiden getrennt leben, versucht Ran hin und wieder die beiden wieder zusammenzubringen.
Nach dem Shin’ichi sie plötzlich nicht mehr besucht und anruft, wendet sie sich an Professor Agasa, dort trifft sie zum ersten Mal auf Conan und beschließt diesen als ihren kleinen Bruder bei sich und ihren Vater mit aufzunehmen. Shin’ichi, der sie abgöttisch liebt kann aber seine wahre Identität wegen der Sicherheit von Ran nicht preisgeben und lebt nun damit.

Kogoro Mori:
Kogoro Mori ist der Vater von Ran. Früher war er einst bei der Polizei, doch als er die Polizei verließ, machte er sich als Privatdetektiv selbstständig, leider mit weniger großem Erfolg. Erst als Conan zu ihm und Ran stößt, dreht sich schlagartig das Blatt. Conan der nicht Preisgegeben darf, dass er Shin’ichi Kudo ist, löst somit für Kogoro Mori die Fälle und lässt ihn im Rampenlicht stehen.

Story:
Anders als die bisherigen Filme, besitzt dieser Film recht viele Breaks. Besonders die bekannten Mordfälle, werden in diesem Film einzig mit nur wenigen Minuten gewidmet, was leider sehr schade ist. Dafür hingegen werden Fans von Kaito Kid in ihrem Genus kommen, denn dieser Film zeigt mehr denn je seine Raffinesse und dass er Conan in nichts nachsteht.

Bild:
Das Bild wird im 16:9-Modus auf dem TV wiedergegeben, eben typisch für japanische Animes. Einen direkten unbekannten Mörder sucht man bei diesem Film vergebens, denn der Mord wird nach wenigen Minuten schon gelüftet und dementsprechend erkennt man sofort wer der Mörder ist. Besonders stechen die CGI-Sequenzen diesmal hervor. Anstatt diese wie im Film 7 aufdringlich und nicht passend zu präsentieren, wurden diese hingegen eher dezent und passend diesmal eingebunden, so dass man nur beim näheren Betrachten die gerenderten Sequenzen auf Anhieb erkennt.

Ton:
Leider werden nur zwei Soundspuren auf der DVD mitgeliefert. Auf der DVD findet man somit nur Japanisch 2.0 (untertitelt) und Deutsch 2.0. Beide Soundspuren befinden sich auf einem sehr hohen Niveau. Für die deutsche Soundspur wurden wieder die bekannten deutschen Synchronsprecher aus der Serie genommen. Der Film bietet einen konstant hochwertigen Soundtrack sowohl mit den üblichen Tracks, die eingefleischte Fans kennen sollten, als auch mit wenigen neuen Tracks.

Synchro:
Die Synchronisierung ist einsame Spitze, wieder einmal konnten die bisher bekannten Synchronsprecher von der Conan-Serie für den Film eingebunden werden. Aber nicht nur die Hauptcharaktere wirken gerade in diesem Film mehr als Fabelhaft gesprochen, sondern auch die Nebencharaktere wirken sehr gut ausgewählt und überzeugen mit einem sehr hohen Niveau.

Untertitel:
Die deutschen Untertitel werden im typischen Anime-Virtual-Stil: gelber zentrierter Text auf dem Bildschirm dem Zuschauer angezeigt. Mit einer leichten schwarzen Kontur ist er gut lesbar. Einzig an ein paar Stellen im Film unterscheidet sich der gesprochene Text mit den Untertiteln, doch beide sagen immer noch das gleiche aus. Leider wird auf der DVD einzig allein deutscher Untertitel geliefert.

Menü:
Wie schon bei den vergangenen Filmen wird auch der achte Film durch ein nett zusammen geschnittenes Intro eingeleitet. Das Hauptmenü selbst ist mit dem bekannten Conan-Track untermalt und zeigt mehrere Standbilder auf dem Film als Hintergrund. Sobald man in die Untermenüs wechselt, wechselt auch das Standbild. Recht inspirierend und zugleich schön durchdacht präsentiert sich dementsprechend das Menü dem Zuschauer.

Extras:
Warum gibt es keine Extras. Bei mehreren Kinofilmen sollte man sich fragen, ob es keinerlei Trailer oder Bildmaterial gibt, welches mal als Wallpaper oder Bildschirmschoner verarbeiten hätte können. Doch auch bei dem achten Film wird man als Zuschauer mit Trailern und einer altbekannten Galerie auf der DVD abgespeist. Einzig allein die Verpackung und das bekannte 20seitige Booklet, welches die anderen Movies auch schon mitbrachten.

Fazit

Obwohl der achte Film nicht schlecht ist, hinkt er leider seinen Vorgänger storytechnisch hinterher. Der Film wirkt gerade bis zum letzten Viertel recht lang gezogen und lässt einem als Zuschauer wahrlich hoffen, dass endlich die Story weitergesponnen wird. Besonders die Szenen und Verkleidungen von Kaito Kid können aber überzeugen, denn als dieser am Anfang des Films plötzlich im Theater als Shin’ichi erscheint und sogar Conan damit mal Schweiß auf der Stirn entstehen lässt, lässt einem als Zuschauer ein wenig schmunzeln.

Autor: Kevin Motschal


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