Black Jack - Mutation
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Die Black-Jack-Reihe basiert auf dem Manga des berühmten Osamu Tezuka (1928-1989), von dem auch das Charakterdesign stammt. Osamu Tezuka gilt in Japan als der "Vater des Manga", weil er durch seinen unverwechselbaren Zeichenstil und anspruchsvollen Stories den Weg für die heute als Story-Manga bekannten Comics ebnete. Im Laufe seiner Karriere schuf er über 1000 Charaktere, darunter Kimba, Astro Boy, Robotic Angel und den genialen Doktor namens Black Jack. Bezeichnend hierbei ist, dass Tezuka selbst im Jahr 1961 seinen Doktortitel in Medizin erhielt. Dieser Umstand erklärt auch die realistische Darstellung der Operationsszenen sowie die korrekte Verwendung der medizinischen Fachbegriffe in Black Jack. Regie zum Film "Black Jack - Mutation" führte Osamu Dezaki (geb. 1943), der bereits bei Astro Boy (1963-1966) als Regisseur mit Osamu Tezuka zusammenarbeitete. Weitere Anime-Klassiker, in denen er als Regisseur mitwirkte, sind Lady Oscar (1979-1980) und Dororo (1969).
OVA 7: Black and White Yasuhiko Shirabyoshi ist jung und erfolgreich. Er ist nicht nur einer der besten Absolventen des Kendo-Teams, sondern hat auch das Medizin-Studium als bester seines Jahrgangs abgeschlossen. Zurzeit Chef der chirurgischen Abteilung der Tozai-Uniklinik und wird demnächst mit Catherine heiraten. Alles scheint wie am Schnürchen zu laufen, bis ihm seine Verlobte eines Abends mitteilt, dass sie die Hochzeit um mindestens sechs Monate verschieben möchte. Sie hat ihre Stelle als Ärztin in der Uniklinik gekündigt, um als freiwillige Helferin in einem Camp in Adentarl zu arbeiten. Dort möchte sie den Kriegsopfern helfen. Für Yasuhiko bricht eine Welt zusammen. Bisher hat er sich doch immer gefreut sie bei der Arbeit zu sehen. Doch sie kann ihn zunächst besänftigen und macht sich auf den Weg. Die Situation dort ist menschenunwürdig. Auf sieben Hektar Fläche drängen sich etwa 20.000 Menschen. Es mangelt ihnen vor allem an Trinkwasser und Lebensmitteln. Dort lernt Dr. Catherine Black Jack kennen. Seine Fähigkeiten als Chirurg faszinieren sie, so dass sie in ihren Briefen ständig von ihm schwärmt. Black Jack sucht dort zunächst nach einem fünf-jährigen Mädchen namens Karen Aramis, die mit ihrer Mutter Sarandains Lager gekommen ist. Sie leidet seit ihrer Geburt an einem schweren Herzfehler namens Fallot'sche Tetralogie und muss dringend operiert werden. Black Jack hat den Auftrag bekommen noch bevor das Militär die Kontrolle über die Republik Ardental übernommen hat. Als er Karen in Dentarl City jedoch nicht finden konnte, ist er ins Flüchtlingslager gegangen, um nach ihr zu suchen. Er und die anderen kommen gerade noch rechtzeitig ins Zelt. Eine Minute später und die Mutter hätte sich selbst umgebracht. Sie hat geglaubt, dass ihr Kind gestorben sei. Black Jack operiert sofort und Catherine assistiert ihm dabei und erlebt, wie kompetent sein Wissen über den menschlichen Körper und dessen Funktionsweise ist. Das Besondere dabei ist, dass die medizinischen Bedingungen im Camp äußerst schlecht sind. Eine derart schwierige Operation unter solchen Umständen mit Erfolg und mit dieser Perfektion durchzuführen ist eine große Leistung. Ihre Bewunderung für ihn beschreibt Catherine natürlich gleich in ihrem nächsten Brief. Doch Yasuhiko kann nur über ihre kindliche Begeisterung lachen. Das Lachen vergeht ihm jedoch, als Dr. Stan, ein international sehr angesehener Chirurg eine weltweite Ärzteversammlung abhält, zu der auch Yasuhiko eingeladen wird. Er ist von der präzisen und kompetenten Operation Black Jacks so fasziniert und überzeugt, dass er ihm eine internationale Lizenz ausstellen möchte. Doch Yasuhiko stellt sich quer. Ein Arzt der Unterschiede zwischen seinen Patienten mache, indem er nur solche operiere, die ihm horrende Summen zahlen, verdiene keine Arztlizenz. Als ein mehrfach angeschossener Patient ins Krankenhaus eingeliefert wird, nimmt er ihm Black Jack auch kurzerhand weg. Er möchte den Patienten operieren, muss jedoch schnell einsehen, dass seine Hand zu zittrig ist und diese überaus schwierige OP ihn völlig überfordert. Black Jack beobachtet den Verlauf der Operation durch ein Fenster. OVA 8: Thoughts of Green Ein Junge namens Lawrence rennt mitten in einer Chorprobe aus dem Internat. Ihm geht es nicht gut. Als sein Bruder Andrew genauer hinschaut, entdeckt er ein paar kleine Sprossen, die aus Lawrences Handinnenfläche wachsen. In einem Land namens San Ferna in Lateinamerika: Der alte Armando erklärt drei Männern, wie ein sehr alter riesiger Baum sein Dorf vor einer großen Dürre und vor einem schrecklichen Erdbeben bewahrte. Er will dadurch verhindern, dass der alte Baum gefällt wird. Am Abend, während Andrew einen Brief an die Eltern schreibt hört er Geräusche aus dem Zimmer von seinem Bruder. Was er dort entdeckt lässt sich nicht mit normalen Dingen erklären. Aus der Brust von Lawrence sprießen grüne Blätter. Einige von ihnen fallen auf den Boden. Von Panik ergriffen ruft er Black Jack an. Dieser macht sich sofort los nach London. Um keine unnötige Fragen zu erregen, einigen sich Black Jack und Andrew, dass Letzterer seinen Bruder heimlich ins Hotel bringt. Unterdessen hört Lawrence im Halbschlaf, wie eine männliche Stimme mit ihm redet. Aber wer ist diese Person und woher kennt er Lawrence? Auch Black Jack hat noch nie von einem derartigen parasitären Gebilde gehört oder gelesen. Die Blattproben zeigen, dass diese von einer Buche stammen. Doch es gibt auf der ganzen Welt noch keinen Fall, in dem sich eine Pflanze als Parasit auf einem Tier ansiedelt. Um mehr Informationen zu erhalten, muss Black Jack intensivere Untersuchungen durchführen. Doch mitten in der Nacht erhält er einen Anruf von Andrew. Sein Bruder ist spurlos verschwunden. Nachdem sich der Arzt auf dem Weg gemacht hat, fängt die Wucherung auch bei Pinoko an. Auch sie träumt, nämlich von einem großen alten Baum. Kurz darauf taucht Andrew bei ihr auf. Er muss eine weite Reise machen und möchte, dass Pinoko mitkommt. Während Black Jack Andrew genauer über seine Eltern ausfragt, sieht der Zuschauer ein Photo auf dem Nachttisch des Jungen. Es stellt sich heraus, dass der Vater jener Mann ist, der im Auftrag der Stadt den Baum fällen soll. Charakterbeschreibungen: Black Jack: Black Jack, mit bürgerlichem Namen Kurô Hazama, wollte bereits als Kind Doktor werden. Sein großes Vorbild war Doktor Honma. Dieser rettete ihm nach einer Explosion, bei dem seine Familie getötet wurde, das Leben. Er besitzt zwar keine Arztlizenz, genießt jedoch international einen ausgezeichneten Ruf als Chirurg. Für seine Einsätze verlangt der Arzt jedoch horrende Summen. Außerdem behält er sich vor, uninteressante Fälle abzulehnen. Pinoko: Pinoko ist trotz ihres kindlichen Aussehens bereits 18 Jahre alt. Black Jack hat Pinoko einen neuen Körper geschaffen, davor lebte sie als siamesischer Zwilling. Trotz ihres Alters benimmt sie sich ab und zu ziemlich kindisch. Sie ist unsterblich in Black Jack verliebt und kann es absolut nicht ausstehen, wenn sie alleine im Haus zurück gelassen wird. Die selbsternannte Assistentin des Arztes ist zudem Vorlaut und eigensinnig. Yasuhiko Shirabyoshi: Er ist ein junger erfolgreicher Chirurg, der auf allen Ebenen ehrgeizige Ziele verfolgt. Als ihm seine hübsche Verlobte mitteilt, sie wolle ihre bevorstehende Hochzeit um ein halbes Jahr verschieben, passt ihm das überhaupt nicht in den Kram. Auch ihre Bewunderung für Black Jack, den sie in einem Flüchtlingslager kennen lernt, begegnet er nur mit Verachtung. Als Yasuhiko von Dr. Stanford zu einer internationalen Ärzteversammlung eingeladen wird, ist er der Einzige, der sich gegen die Vergabe einer Lizenz für Black Jack ausspricht. Cathrine: Die junge Ärztin hat sich für ein halbes Jahr als freiwillige Helferin in Adentarl, einem Krisengebiet, gemeldet. Dort lernt sie eines Tages den weltberühmten Chirurg namens Black Jack kennen. Dieser ist im Auftrag eines Kunden auf der Suche nach dessen Enkeltochter, die schwerkrank ist. Catherine darf bei der schwierigen OP assistieren und ist von Black Jacks Talent sehr beeindruckt. Armando: Der alte Mann hat vor vielen Jahren Freundschaft mit dem alten Baumriesen geschlossen. Der Baum habe zu ihm gesprochen, wiederholt sich der in die Jahre gekommene Mann immer wieder. Aus diesem Grund möchte er mit allen Mitteln verhindern, dass der Baum gefällt wird. Andrew & Lawrence Jones: Lawrence lebt mit seinem Bruder Andrew in einem Internat. Als er eines Tages während der Chorprobe einfach aus dem Saal läuft, entdeckt sein Bruder grüne Sprossen, die aus Lawrences Handfläche wachsen. Daraufhin beschließt Andrew den berühmten Chirurgen anzurufen. Lawrences Zustand wird von Minute zu Minute schlechter. Abends träumt er von einem großen alten Baum, der ihn beim Namen ruft. Story: Black Jack - Mutation handelt von einem weltberühmten Chirurgen, der besonders gerne mysteriöse medizinische Fälle behandelt. Wenn sein rotes Telefon klingelt, kann es sich nur um einen Notfall handeln. Im ersten Film stellt sich der der junge talentierte Arzt Yasuhiko Shirabyoshi gegen Black Jack als Chirurg. Da er der Meinung ist, dass ein Arzt ohne Lizenz nicht in einem Krankenhaus operieren darf. Dadurch gefährdet er jedoch das Leben seines Patienten und muss sich eingestehen, dass er für eine derart schwierige Operation, einfach nicht die Erfahrung und Kompetenz hat. Entscheidet er sich am Ende für das Richtige und zieht das Überleben seines Patienten seinen eigenem Stolz vor? Im zweiten Film wird Black Jack in einen mysteriösen Fall verwickelt. Aus dem Körper eines Jungen wachsen aus zunächst unerklärlichen Gründen junge Sprösslinge einer Buche. Zur selben Zeit plant der Vater des kranken Jungen, eine uralte Buche zu fällen, um Platz für eine Straße zu schaffen, die in die Stadt führt. Doch können beide Ereignisse tatsächlich miteinander in Verbindung stehen? Bild: Trotz einiger Verzerrungen ist die Bildqualität ganz passabel. Da der Film in den 70er Jahren produziert wurde ist verständlich, dass die Animation nicht einwandfrei ist. Der Zeichenstil ist typisch für Osamu Tezuka; Männer etwa haben ein kantiges Gesicht und runde Augen und könnten aus einer amerikanischen Soup stammen wie "Reich und Schön". Ton: Die Musik zum Film steuerte Eiji Kawamura bei. Das rockige schnelle Opening-Theme der ersten OVA heißt "Moon Shadow" und stammt von The Orange Vox, von denen auch das Ending-Theme "Black Jack" komponiert und gesungen wurde. "Hope", eine langsame Ballade von Harumi Kitagawa mit der wunderschönen Stimme der Sängerin Eiko Kudo, ist Theme-Song der zweiten OVA. Die Tonqualität ist durchgehend sehr gut. Synchro: Anfangs wird der Name von Yasuhiko von mehreren Sprechern regelmäßig falsch ausgesprochen. Einer nennt ihn Yashuhiko, dann Yushahiko und später Yoshuhiko. Die Auswahl der Sprecher ist jedoch sehr gut gelungen. Die gelassene aber bestimmte Art von Black Jack, die Begeisterung von Catherine, die Angst des älteren Bruders Andrew, all diese Emotionen und Charaktereigenschaften kommen sehr gut zum Ausdruck. Untertitel: Die Untertitel werden in gelber Schrift eingeblendet und sind gut lesbar. Im Menü kann man sich aussuchen, ob man sich Black Jack auf Deutsch oder aber doch lieber auf Japanisch mit oder ohne deutsche Untertitel anschauen möchte. Menü: Die Aufmachung des Menüs ist ansprechend gestaltet. Die einzelnen Menüpunkte werden mit jeweils eigenem Standbild präsentiert, die passend zu Black Jack etwas geheimnisvoll sind. Die Menüpunkte werden mit unterschiedlichen Songs aus den OVAs untermalt. Insgesamt ist das Menü sehr gut gelungen. Extras: Als Bonusmaterial bietet diese DVD einen Screensaver, viele Infos zu Osamu Tezuka und Black Jack sowie Originalskizzen zum Film. So erfährt man die wichtigsten Eckdaten zu seinem Leben. Auch Black Jacks Vergangenheit wird etwas näher erläutert. FazitAutor: Flora Vuong |
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Infos

| Vertrieb: | OVA Films |
| Release: | 29. Februar 2008 |
| Genre: | Mystery, Drama |
| Alter: | 16 Jahre |
| Positiv: | DE DD 5.1, JP DD 2.0 |
| Extras: | 1 Screensaver, Originalskizzen, Infos über Tezuka und Black Jack |
| Laufzeit: | 110 Min. |
| Story: | |
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| Gesamtwertung: | 60.00 % |
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