Age of Empires Online

Age of Empires Online

Age of Empires ist zurück! – Dieses Mal ist allerdings alles anders, denn statt seinem vierten Teil handelt es sich hierbei um einen Free-to-Play-Titel. Viele alteingesessene Fans haben befürchtet, dass der AoE-Flair verloren gehen wird. Die Antwort auf die Frage, ob es dies widerlegt oder zu bestätigt wird, zeigt dieses „Age of Empires Online“-Review.

Für „Age of Empires Online“ benötigt man neben einen PC, Games for Windows Marketplace und einem Internetzugang noch einen Xbox-live-Account, der aber fix angelegt ist. Nachdem das Fee-to-Play-Spiel heruntergeladen und installiert ist kann es auch schon losgehen.

Die Zivilisationen
Zwei Zivilisationen stehen zu Beginn zur Auswahl: die Griechen oder die Ägypter. Beide Völker unterscheiden sich in ihrer Architektur, ihren (militärischen) Einheiten, ihren Quests sowie ihren Werkzeugen. Ende dieses Jahres (2011) folgen übrigens noch zwei Bevölkerungen: die Kelten und die Perser.
In diesem Review beschränken wir uns jedoch ausschließlich auf die Antike.

Die Schlachten werden nicht wie in anderen Strategiespielen nur noch per Animation gezeigt, sondern man teilt seine Befehle direkt den Soldaten mit.

Die Schlachten werden nicht wie in anderen Strategiespielen nur noch per Animation gezeigt, sondern man teilt seine Befehle direkt den Soldaten mit.

Nach der Wahl der Zivilisation vergibt man einen Namen für seine Hauptstadt. Dies ist die zentrale Innovation in „Age of Empires Online“. Sie ist der Ausgangspunkt zum Annehmen von Aufgaben. Diese muss natürlich auch gehegt und gepflegt werden. Zwar sieht die Hauptstadt anfangs noch kümmerlich aus, doch mit dem Annehmen von Quests erweitert man diese im Laufe des Spiels recht schnell.

Die Quests
Ein weiser alter Mann erteilt euch Aufträge und erteilt ich viele Ratschläge um eure Hauptstadt größer und prachtvoller zu machen. Auf der Weltkarte nehmt ihr die Quests an und reist auch prompt zum Bestimmungsort. Zu Beginn jeden Auftrags stehen einem Einwohner und ein Dorfzentrum zur Verfügung. Hier gilt es natürlich die Grundbedürfnisse wie Nahrung und den Abbau von Rohstoffen wie Holz sicher zu stellen. Sammelt man genügend Materialien lassen sich auch schnell Häuser und Werkstätten errichten. Etwas später benötigt man dann auch schon militärische Unterstützung wenn es dann darum geht sich zu verteidigen oder Feinde zu attackieren. Oftmals lauten Quests ähnlich wie „Beschütze das Dorfzentrum 10 Min.“ oder „Zerstöre sechs Reiterställe“. Einige Aufträge sind zudem beliebig oft wiederholbar. Um den ganzen noch die Krönung zu geben sind fast alle Aufträge außerdem im Koop-Modus spielbar. – Manche sind ohne Multiplayer-Modus sogar gar nicht zu bewältigen.

Als Belohnung für die gemeisterten Aufgaben gibt es stets Erfahrungspunkte und manchmal Imperiumspunkte, Items zum Verbessern der Einheiten oder Baupläne für seine eigene Hauptstadt.

Addon: „Age Of Empires Online: Die Griechische Zivilisation“
Zwar ist man als Spieler nicht angewiesen auf die kostenpflichtigen Erweiterungen, dennoch erleichtern sie einige Quests. Mit dem Addon für ca. 15 Euro aus dem Spieleladen (auch online kostenpflichtig herunterladbar) kann man beispielsweise die Anzahl der Baulizenzen für Werkhallen aufstocken. Außerdem erhält man mehr Missionen, Siedlungsobjekte und fünf nützliche Items, die zum Beispiel die Einwohner für eine begrenzte Zeit effektiver Rohstoffe abbauen lassen.
Empfehlenswert ist es somit auf jeden Fall die Erweiterung zu kaufen, nichtsdestotrotz kann man auch ohne eine lange Zeit im PvP mithalten.

Nicht alle Völker stehen sofort zur Verfügung. Man muss diese separat nachkaufen.

Nicht alle Völker stehen sofort zur Verfügung. Man muss diese separat nachkaufen.

Technische Details
Trotz der neuen Spielart blieb der Flair von den „Age of Empires“-Vorgängern erhalten. Gerade der Comic-Optik sind die Entwickler treu geblieben, aus der eventuell noch etwas mehr heraus gekitzelt werden könnte. Ferner lässt einen der niedliche Transport-Esel in der Hauptstadt schmunzeln. Dieser folgt stets einer vor ihm herum baumelnden Möhre, die an einem Stock hinter ihm festgebunden ist.

Die passenden Soundeffekte hauchen Leben in das Spiel. Ob nun handwerkliches Hämmern, das Klirren der sich kreuzenden Schwerter oder die schlussendliche Siegesmelodie. Sie alle hören sich gut an, nur leider fehlt ab und an eine Synchronisationsstimme. Einen Erzähler, wie man ihn aus den Vorgängern kennt, sucht man hier leider vergebens.

Das Gameplay stimmt rundherum. Einsteiger und auch Profis finden sich gleichermaßen gut zurecht und haben die leichte Steuerung auch schnell im Blut. Dank der enorm komplexen Welt taucht auch keine Langeweile auf.

Fazit

„Age of Empires Online“ bietet mehr als eine solide Spielbasis. Sehr gut gelungen ist vor allem der Free-to-Play-Aspekt, der tatsächlich auch kostenloses Spielen ermöglicht. Lesemuffel werden nicht gerade Luftsprünge bei den Tutorials, die nur zum Lesen sind, machen. Nichtsdestotrotz gibt es viel zu entdecken, ob allein oder zweit. Wer Strategie- und Aufbauspiele mag, sollte sich definitiv „Age of Empires Online“ installieren – es kostet schließlich nichts.

Autor: Nicole Borkowitz

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Age of Empires Online
Bewertung:
Grafik:4 von 5
Sound:4 von 5
Synchronisation:2 von 5
Story:4 von 5
Gameplay:5 von 5
Multiplayer:5 von 5
Gesamt: 4,0 von 5
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