One Piece: Burning Blood

One Piece: Burning Blood

Namco Bandai Games erzählt in Zusammenarbeit mit Spike Chunsoft mit „One Piece: Burning Blood“ die Geschichte der legendären Schlacht von Marineford. Dür Spike Chunsoft, ist es das erste Mal, dass sie bei einem One-Piece Spiel mitwirken. Sie haben aber schon viele verschiedenen Anime-Spiele mitentwickelt. Zum Beispiel bei „J-Stars Victory Versus +“. Die Story in „One Piece: Burning Blood“ dreht sich komplett um die große Schlacht und die Rettung von Ace. Sie beginnt an der Stelle, an der Monkey D. Ruffy aus dem Gefängnis Impel Down ausbricht.

In das Gefängnis ist er zuvor eingebrochen, um Ace dort zu retten und die Hinrichtung in der Marineford zu verhindern. Trotz der vielen alten Bekannten schafft er es nicht. Mit dabei sind Buggy der Clown, Mister 3 und Mister 2 gewesen. Letzterer gibt sein Leben bei der Aufgabe Ruffy zur Flucht zu verhelfen.

Wer darf absolut nicht fehlen in einem „One Piece“-Spiel? - Ruffy natürlich! | ©EIICHIRO ODA/SHUEISHA, TOEI ANIMATION Game © BANDAI NAMCO Entertainment Inc.
Wer darf absolut nicht fehlen in einem „One Piece“-Spiel? – Ruffy natürlich! | ©EIICHIRO ODA/SHUEISHA, TOEI ANIMATION Game © BANDAI NAMCO Entertainment Inc.

Ruffy findet einen neuen Freund namens Ivankov. Dieser Charakter erinnert stark an „Frank n Furter“ von der „Rocky Horror Picture Show“ und benimmt sich auch sehr verrückt. Die gewöhnlichen Gefährten von Ruffy und somit die Strohhut-Piraten sind nicht anwesend, da sie lange Zeit vorher von Bartholomeo Bär (jap. Original Bartholomew Kuma) getrennt wurden. Doch Ruffy trifft noch mehr Bekannte am Steg von Impel Down: Die Whitebeard-Piratenbande.

Zusammen machen sie sich zum Marineford auf, um Puma D. Ace gemeinsam zu retten. Doch die Marine rechnet damit und ist bereits bis an die Zähne bewaffnet. Die stärksten Männer der Marine und die sieben Samurai der Meere stellen sich auch den Piraten entgegen. Die Whitebeard-Piraten, die hier mitkämpfen, sind: Edward Newgate (Whitebeard), Marco (Kommandant der ersten Division) und Jozu (Kommandant der dritten Division). Die anderen sind eher kleinere Fische. Außerdem helfen Crocodile, Buggy, Ivankov, Jimbei und viele weitere mit und dadurch entsteht die legendäre Schlacht von Marineford. Nachdem Ruffy viele von der Marine bekämpft trifft er dabei immer wieder für ihn unüberwindbare Gegner.

Als er fast beim Schafott angelangt, holen die Henker zum Hinrichtungsschlag aus. Ruffy aktiviert dort erstmalig ungeahnt sein Haki des Eroberers. Alle niederen Marine-Söldner lassen ihre Waffen fallen und werden ohnmächtig. Ruffy zögert nicht lange, als er das sieht und sprintet zum Schafott. Doch er kann nicht mehr länger laufen. Er bittet Ivankov darum, ihm eine Spezial-Medizin zu injizieren, um ihn länger kämpfen zu lassen. Ivankov kann diese Bitte nicht ablehnen und nach ein paar warnenden Worten injiziert er Ruffy die Medizin.

Action und Kämpfe gehören zum Standardrepertoire von „One Piece: Burning Blood“. | ©EIICHIRO ODA/SHUEISHA, TOEI ANIMATION Game © BANDAI NAMCO Entertainment Inc.
Action und Kämpfe gehören zum Standardrepertoire von „One Piece: Burning Blood“. | ©EIICHIRO ODA/SHUEISHA, TOEI ANIMATION Game © BANDAI NAMCO Entertainment Inc.

Ruffy ist nun wieder topfit, kommt am Schafott an und stellt sich drei Marine-Admirälen gleichzeitig entgegen: Akainu, Aokiji und Kizaru. Diese drei werden auch die höchste Kriegsmacht der Weltregierung genannt – nicht zu unrecht. Sie schaffen es Ruffy aufzuhalten und nur den Whitebeard Piraten gelingt es, diese ein wenig aufzuhalten.

Währenddessen kämpf Aikanu gegen Whitebeard. Whitebeard, der diesen Kampf schon schwer verwundet beginnt, hat nur bedingt Erfolg gegen Akainu. Aber zumindest so viel, dass Ruffy Ace retten kann. Aber wie geht es weiter? Kann Ace unbeschadet gerettet werden? Überlebt Whitebeard den Kampf gegen Akainu?

Die Story von „One Piece: Burning Blood“ bezieht sich, wie bereits erwähnt, nur auf die große legendäre Schlacht zwischen den Piraten und der Marine in der Marineford. Sie wird sehr spannend, actionreich und lustig erzählt. Jedoch kommt die Ernsthaftigkeit auch nicht zu kurz. Es gibt massig Sequenzen, die die Geschehnisse schildern: vor, nach und während der Kämpfe. Das Spiel ist in einem sehr schönen Cell-Shading-Look umgesetzt und gelegentlich werden Original-Bilder aus dem Anime verwendet.
Das Spiel wird mit japanischer Sprachausgabe ausgeliefert und bietet deutsche Untertitel, so dass ihr die Story um die Schlacht von Marineford vollends genießen könnt. Außerdem erlebt man die Story aus verschiedenen Sichten: Aus der Sicht von Ruff, Whitebeard, Ace und Akainu.

Ups, mit diesem Kerlchen sollte man sich besser nicht anlegen. | ©EIICHIRO ODA/SHUEISHA, TOEI ANIMATION Game © BANDAI NAMCO Entertainment Inc.
Ups, mit diesem Kerlchen sollte man sich besser nicht anlegen. | ©EIICHIRO ODA/SHUEISHA, TOEI ANIMATION Game © BANDAI NAMCO Entertainment Inc.

Die Spieler von „One Piece: Burning Blood“ können durch den Umstand, dass es keine Installationszeit gibt, sofort loslegen und den Marine-Admirälen einheizen. „One Piece: Burning Blood“ spielt sich so ähnlich wie die „Naruto Shippuden – Ultimate Ninja Storm“-Serie und „J-Stars Victory Versus +“. Es ist eine gut gemeinte Mischung, jedoch leider etwas enttäuschend umgesetzt. Die Charaktere reagieren träge auf die Eingaben und das Blocken will gelernt sein. Wenn man also Erfolg haben möchte, sollte man vorher alle Angriffsmuster der Charaktere auswendig kennen und somit immer wissen, wann genau genau geblockt werden muss. Wenn der Feind den Charakter einmal in einer Combo gefangen hat, kommt dieser nicht mehr so leicht raus und das Blocken ist auch nicht mehr möglich. Was aber durchaus nett gemacht ist, sind die Haki-Fertigkeiten der Haki-Fähigen Charaktere. Mit diesen kann man die Teufelsfrucht-Nutzer überlisten und diese auch treffen, wenn sie in der Logia-Form sind. Oder falls man zum Beispiel Puma D. Ace spielt, kann man mit ihm in die Logia-Form gehen und somit nicht mehr getroffen werden. Dies hat zwar den Nebeneffekt, dass die Balancing nicht wirklich gut umgesetzt ist, aber es lässt auch die Charaktere unterschiedlich stark erscheinen. Dadurch kann z. B. Buggy nur sehr schwer gegen Akainu gewinnen, was durchaus realistisch ist.

Die Steuerung ist sehr gut gelungen und mit wenigen Tasten können starke Attacken ausgeführt und den Gegner in die Mangel genommen werden. Die Kamerasteuerung ist ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber nach kurzer Zeit auch leicht zu handhaben. Sie lässt sich aber nicht um 360° drehen. Die einzelnen Charaktere können zwar gelevelt werden, aber was dies bewirkt, wird nirgendwo beschrieben und merken tut man als Spieler auch nichts davon. An neue Charaktere kommt der Spieler teilweise über den Story-Modus und über Berry (Währung im One-Piece-Universum). Es gibt jede Menge Charaktere und auch sogenannte Unterstützungscharaktere, die einen selbst stärken oder den Gegner schwächen. Davon gibt es auch unzählbar viele und es sind eigentlich alle bekannten Nebencharaktere, die es so gibt.

Alter Greis? - Von wegen! | ©EIICHIRO ODA/SHUEISHA, TOEI ANIMATION Game © BANDAI NAMCO Entertainment Inc.
Alter Greis? – Von wegen! | ©EIICHIRO ODA/SHUEISHA, TOEI ANIMATION Game © BANDAI NAMCO Entertainment Inc.

Der Schwierigkeitsgrad ist bei „One Piece: Burning Blood“ leider nicht anpassbar und somit sind ein paar Kämpfe gar nicht so leicht zu bestehen. Wenn die Wahl auf Ruffy fällt sind die Kämpfe gut zu schaffen, da dieser seine Attacken schnell ausführt und den Gegner bombardiert. Muss man jedoch geschichtsbedingt einen etwas trägeren Charakter spielen, so wird das Spiel recht schwer und ein leichterer Schwierigkeitsgrad wäre wünschenswert.

In „One Piece: Burning Blood“ können insgesamt 2-Spieler Offline und Online gegeneinander antreten. Dies geht aber nur in sogenannten Freien-Kämpfen und Online im Freundschaftskampf, sowie im Ranglistenmatch. Im Online-Modus gibt es verschiedene Filter, wie Sprache und Netzwerkstabilität und natürlich der Rang des Gegners. Eine Bildschirmaufteilung gibt es im Offline-Multiplayer Modus nicht und es kommt auf den Spieler an, ob dieser sich dadurch verwirren lässt oder nicht. Auch werden die Spezialattacken beim Drücken der L1-Taste nicht, wie gewohnt, aufgelistet. Leider kommt hier wieder das schlechte Balancing zum Tragen. In Online-Multiplayer-Kämpfen stehen einem dadurch nur eine begrenztere Auswahl an Charakteren zur Verfügung, da man ja nicht verlieren will.

Die Grafik in „One Piece: Burning Blood“ ist generell im Cell-Shading-Look gehalten und dies gefällt sehr. Dadurch kommt der Anime-Charme sehr gut rüber und man sieht seine geliebten Charaktere in einem schönen 3D-Anime-Modell. In den Sequenzen werden diese auch häufig verwendet und verleihen den dargestellten Szenen besondere Tiefe. Die Szenen decken sich im Übrigen komplett mit dem Anime. Sie sind eins zu eins übernommen und somit erlebt der Spieler über die Sequenzen in „One Piece: Burning Blood“ die Szenen noch etwas intensiver. Einziges Manko und dafür gibt es auch einen Punkt-Abzug: Manche Unterstützungscharaktere sehen schlecht gezeichnet aus und wirken teilweise in einer zu geringen Auflösung.

Im Ring spielt das Geschlecht definitiv keine Rolle. | ©EIICHIRO ODA/SHUEISHA, TOEI ANIMATION Game © BANDAI NAMCO Entertainment Inc.
Im Ring spielt das Geschlecht definitiv keine Rolle. | ©EIICHIRO ODA/SHUEISHA, TOEI ANIMATION Game © BANDAI NAMCO Entertainment Inc.

Der Sound ist allgemein sehr hochwertig, aber nicht immer stimmig. Die Hintergrundmusik während der Kämpfe passt nicht immer, wie bei manch anderen One-Piece-Spielen – Beispiel: „One Piece: Pirate Warriors 3“. Jedoch spielt dabei auch der persönliche Geschmack eine größere Rolle. Insgesamt sind die verschiedenen Effekte, Stimmen und die Musik sehr gut abgestimmt.

Wie auch bisher in allen „One Piece“-Titeln, sind die Original-Synchronsprecher aus Japan dabei. Sie wissen einfach am besten, wie sie die verschiedenen Charaktere sprechen – einfach perfekt! Die deutschen Untertitel sind gut umgesetzt und passen zu den Lippenbewegungen. Außerdem sind diese gut zu lesen und die Satzlänge ist nicht zu lang gewählt.

Die Spielzeit ist mit ca. drei bis fünf Stunden für alle Episoden (Blickwinkel) recht kurz und auch die Wiederholungen darin sind ein wenig enttäuschend. Wer aber weniger Wert auf den Story-Modus legt, sondern eher auf die Online-Modi, wird etwas mehr Zeit in „One Piece: Burning Blood“ investieren. Ergänzend ist die Remote-Play-Funktion zu erwähnen, mit der auf der PS-Vita weitergespielt werden kann, sollte der Fernseher besetzt sein.

Fazit

Namco Bandai Games und Spike Chunsoft haben mit „One Piece: Burning Blood“ wieder ein super Spiel auf den hiesigen Markt veröffentlicht, jedoch nur, wenn man ein riesiger One-Piece-Fan ist Das Spiel bietet mit nur knapp drei bis fünf Stunden Spielzeit ein kurzweiliges Vergnügen. Leider kann es dadurch nicht auf Dauer motivieren. Die japanische Synchronisation hingegen kann überzeugen. Auch die grafische Cell-Shading-Grafik und die dargestellten Szenen der Schlacht von Marineford sind überragend und atemberaubend. Leider kann ich lediglich eine klare Kaufempfehlung für alle One-Piece-Fans aussprechen. Allen anderen würde ich das Probespielen empfehlen, denn mit knappen 60 € ist das Spiel doch zu teuer, um im Regal zu landen.

Autor: Patrick Porsch

Entschuldigung, Kommentare zu diesem Artikel sind nicht möglich.

One Piece: Burning Blood
Bewertung:
Grafik:4 von 5
Sound:4 von 5
Synchronisation:5 von 5
Story:5 von 5
Gameplay:3 von 5
Multiplayer:4 von 5
Gesamt: 4,0 von 5
Copyright-Hinweis:
©EIICHIRO ODA/SHUEISHA, TOEI ANIMATION Game © BANDAI NAMCO Entertainment Inc.