Sword Art Online: Hollow Realization

Sword Art Online: Hollow Realization

Angefangen auf der PSVita mit „Sword Art Online Re: Hollow Fragment“, gefolgt mit einer Umsetzung für die PlayStation 4 und dem Nachfolger „Sword Art Online – Lost Song“, folgt nun das dritte Spiel für die heimischen Konsolen.

Das PSVita Spiel „Sword Art Online Re: Hollow Fragment“ erzählte das Geschehen des Animes mit einem anderen Ende. Anstatt, dass es nach der Ebene 75 endet, mussten Kirito und seine Freunde doch noch weiterkämpfen und auch die 100. Ebene erfolgreich absolvieren. Der Clou der Geschichte, die Ebenen unter 76 waren nicht mehr zugänglich.
Gleichzeitig gelangte Kirito in die „Hollow Area“, ein bisher unbekanntes Gebiet mit sehr starken Gegnern und auch einer unbekannte weibliche Spielerin namens Philia. Sie war in dem Gebiet gefangen und konnte sich weder wegteleportieren noch einen Ausgang nehmen. Kirito hingegen konnte jederzeit in die Stadt zurückkehren und auch einen Begleiter mit in die „Hollow Area“ mitnehmen.

Sword Art Online: Hollow Realization | ©2014 REKI KAWAHARA/PUBLISHED BY KADOKAWA CORPORATION ASCII MEDIA WORKS/SAOII Project Game ©BANDAI NAMCO Entertainment Inc.
Sword Art Online: Hollow Realization | ©2014 REKI KAWAHARA/PUBLISHED BY KADOKAWA CORPORATION ASCII MEDIA WORKS/SAOII Project Game ©BANDAI NAMCO Entertainment Inc.

Das nachfolgende Titel „Sword Art Online: Lost Song“ spielte hingegen in Alfheim Online. Ein neues Update ist erschienen und natürlich wollten es sich Kirito und seine Freunde nicht entgehen lassen. Hier trafen sie auf eine unbekannte Persönlichkeit – auf Seven.

Im dritten und nun auch aktuellen Teil der Serie: „Sword Art Online: Hollow Realization“ wurde Kirito mitsamt seinen Freunden in ein neues BETA-Programm eingeladen. Es handelt sich dabei um „Sword Art: Origin“. Ein Spiel welches komplett auf den Daten des alten „Sword Art Online“-Spiels basiert, jedoch ohne das reale Leben von Spielern zu fordern.
Schon beim ersten Einloggen, sieht Kirito eine Spielerin die ihm besonders auffällt. Als sie plötzlich verschwindet, erhält er von einer unbekannten Person eine Nachricht. Jedoch beschließt er erst einmal diese Informationen für sich zu behalten.
Nach und nach taucht die unbekannte Spielerin vom Anfang immer Mal wieder auf und es stellt sich heraus, dass es sich um einen NPC handelt. Ein NPC, der allerdings keine Werte besitzt, da diese alle genullt sind.
Neugierig beschließt die Gruppe um Kirito den NPC zu helfen seine wahre Bestimmung zu finden und gleichzeitig herauszufinden was es mit einem solchen NPC auf sich hat. Parallel entsteht ein tückisches neues Gerücht im Spiel. Durch dieses werden zahlreiche NPCs getötet und es stellt sich dabei heraus, dass diese für immer tot sind. Anders als in anderen Spielen, wo dieses einfach respawnen und ihren Ereignissen nachgehen, werden sie durch neue NPCs ersetzt. Das Besondere: jeder NPCs besitzt in diesem Spiel eine eigene lernfähige KI und somit hat sich das Todesspiel von den realen Spielern auf die NPCs verlagert.

Sword Art Online: Hollow Realization | ©2014 REKI KAWAHARA/PUBLISHED BY KADOKAWA CORPORATION ASCII MEDIA WORKS/SAOII Project Game ©BANDAI NAMCO Entertainment Inc.
Sword Art Online: Hollow Realization | ©2014 REKI KAWAHARA/PUBLISHED BY KADOKAWA CORPORATION ASCII MEDIA WORKS/SAOII Project Game ©BANDAI NAMCO Entertainment Inc.

 

Doch auch andere Vorfälle, wie Spieler die virtuellen Drogen zu sich nehmen und ein Spieler namens Genesis, lassen die Gruppe und auch den Spieler hellhörig werden.
Irgendetwas stimmt da ganz und gar nicht, viel zu viele Vorfälle und ein Todesspiel für die NPCs?

Die Story hört sich unspektakulär an und sie ist es auch am Anfang des Spiels. Es dauert mehrere Stunden, bis sie sich langsam aber beständig entfaltet. Wer „Sword Art Online Re: Hollow Fragment“ gespielt hat, wird viele Charaktere wiedererkennen und auch zuordnen können, jedoch durch die Abweichung zum Anime, muss man gerade hier aufpassen. Wer lediglich den Anime kennt, sollte am Anfang sich die eine oder andere Rückblende anschauen, um die ganze Story zu verstehen. Empfehlenswert wäre es, wenn man auch „Sword Art Online: Lost Song“ wenigstens angespielt hat, um auch von dort die Charaktere zu kennen. Jedoch spielt „Sword Art Online: Lost Song“ eine nicht allzu große Rolle.

Sword Art Online: Hollow Realization | ©2014 REKI KAWAHARA/PUBLISHED BY KADOKAWA CORPORATION ASCII MEDIA WORKS/SAOII Project Game ©BANDAI NAMCO Entertainment Inc.
Sword Art Online: Hollow Realization | ©2014 REKI KAWAHARA/PUBLISHED BY KADOKAWA CORPORATION ASCII MEDIA WORKS/SAOII Project Game ©BANDAI NAMCO Entertainment Inc.

 

Nach absolvieren von Quests und Hauptaufgaben gibt es gesonderte Sequenzen mit Kiritos Freunden. Diese muss man als Spieler innerhalb der Stadteile finden und ansprechen. Sei es um mit Asuna shoppen zu gehen, gemeinsam zu kochen oder auch Quests zu erledigen. Bei diesen Sequenzen wird viel mit Artworks und Texten gearbeitet. Zugegeben am Anfang noch eine schöne Abwechslung, werden manche zu lang, gerade wenn es sich nur ums Essen dreht. Jedoch bekommt man durch diese auch die Gefühle und auch die Probleme der Gruppe mit und gerade für Fans der Spiele und auch des Anime bzw. der Mangas sind diese eine sehr emotionale Ergänzung der Geschichte.

Das Spiel und seine Umsetzung bzw. seine Oberfläche erinnert sehr stark an „Sword Art Online Re: Hollow Fragment“. Im unteren linken Teil des Bildschirms befinden sich die Funktionen, die auf die Tasten X, Viereck, Dreieck und Kreis gelegt wurden. Das wäre ein normaler Angriff, Springen, ein großer Angriff und die Aktions-Taste. Durch Drücken der oberen rechten Ecke am Touchpad kann man sich ähnlich eines MMORPGs eine Leite unten in der Mitte anzeigen lassen. Hier kann man zahlreiche Angriffe, Items und auch Fähigkeiten wie einen Heilungskreis positionieren. Ebenfalls wird einem immer eine Mini-Map angezeigt, auf dieser sind NPCs, Gegner und auch Kisten markiert. Diese kann jederzeit wenn benötigt auch vergrößert werden.
Wer Herausforderung liebt, kann sich in den Arealen zahlreiche Kisten erkämpfen, an Kampfmissionen teilnehmen und außerordentliche schwierige Gegner, die gesondert markiert sind, erledigen. Die Hauptquest ist stets durch ein gesondertes Symbol markiert.

Sword Art Online: Hollow Realization | ©2014 REKI KAWAHARA/PUBLISHED BY KADOKAWA CORPORATION ASCII MEDIA WORKS/SAOII Project Game ©BANDAI NAMCO Entertainment Inc.
Sword Art Online: Hollow Realization | ©2014 REKI KAWAHARA/PUBLISHED BY KADOKAWA CORPORATION ASCII MEDIA WORKS/SAOII Project Game ©BANDAI NAMCO Entertainment Inc.

Nach dem ersten Endboss, wird der Multiplayer freigeschaltet. Hier darf man mit seinem erstellten Charakter und einem freigewählten Begleiter zusammen mit drei weiteren Spielern aufbrechen. Man gelangt am Anfang in eine Lobby, welche wie ein Gasthaus aussieht. Der Anführer der Gruppe wählt den Auftrag aus und dann geht es direkt los. Es wird ähnlich wie im Single-Player nach und nach Gegner erledigt und dabei gelevelt. Der Vorteil – da man mit seinem eigenen Charakter online spielt, levelt dieser und bekommt auch Ausrüstung – all das übernimmt man dann direkt in den Single-Player.

Grafisch bewegt sich das Spiel hingegen leider auf dem Niveau zwischen PlayStation 3 und PlayStation 4. Die Städte und auch die Areale werden durch relativ lange Ladezeiten verbunden und auch die Charaktere könnten im großen Ganzen und Ganzen mehr hochauflösende Texturen vertragen. Die Areale selbst wirken sehr schön und versprühen des Öfteren einen MMORPG-Flair, gerade wenn man auf andere NPCs-Gruppen beim Kämpfen trifft.

Das Spiel bietet ähnlich „Sword Art Online Re: Hollow Fragment“ ein Freundessystem. Nicht nur, dass man von Kiritos Freunden fast schon mit privaten Nachrichten überflutet wird, sondern auch NPCs bedanken sich und fragen auch nach Hilfe. Wenn man mit den weiblichen Spielern von Kiritos-Gruppe Zeit verbringt, kann man mit diesen flirten einen Freundesbalken dabei leveln. Erreicht man einen gewissen Fortschritt, darf man die holde Kämpferin an die Hand nehmen oder auch tragen.

Sword Art Online: Hollow Realization | ©2014 REKI KAWAHARA/PUBLISHED BY KADOKAWA CORPORATION ASCII MEDIA WORKS/SAOII Project Game ©BANDAI NAMCO Entertainment Inc.
Sword Art Online: Hollow Realization | ©2014 REKI KAWAHARA/PUBLISHED BY KADOKAWA CORPORATION ASCII MEDIA WORKS/SAOII Project Game ©BANDAI NAMCO Entertainment Inc.

Fazit

Mit „Sword Art Online: Hollow Realization“ macht der Entwickler und auch der Publisher Namco Bandai fast alles richtig. Das Spiel besitzt ein schnelles Kampfsystem, welches durchaus seine Komplexität bietet. Zahlreiche Story-Ansätze geben nach und nach weitere Informationen preis und vermitteln das Verlangen nach mehr Informationen. Die Areale und auch die Charaktere sind gut umgesetzt und sogar die Zwischen-Quests mitsamt den Artworks machen Spaß. Optisch hätte man mehr aus der PlayStation 4 holen können und auch die Ladezeiten trügen ein wenig den positiven Gesamteindruck. Besonders die Größe bestimmter UI-Elemente sind zu klein gewählt. Das Spiel richtet sich jedoch auch gezielt an Anime- und „Sword Art Online“-Fans. Möchte man Zeit mit Kirito und seinen Freunden verbringen und dabei auch gut unterhalten werden, dann spricht nichts gegen den Kauf des Spiels. Möchte man hingegen eine tiefgreifende Story bzw. erwartet man ein „Final Fantasy“, dann sollte man sich nach einem anderen Spiel umschauen. Gerade wenn man nicht alles in dem „Sword Art Online“-Universum mitverfolgt hat, gibt es zahlreiche Wissenslücken, die beim Spielen die Stimmung trüben können.

Autor: Kevin Motschal

Entschuldigung, Kommentare zu diesem Artikel sind nicht möglich.

Sword Art Online: Hollow Realization
Bewertung:
Grafik:4 von 5
Sound:3 von 5
Synchronisation:3 von 5
Story:4 von 5
Gameplay:4 von 5
Multiplayer:4 von 5
Gesamt: 3,5 von 5
Copyright-Hinweis:
©2014 REKI KAWAHARA/PUBLISHED BY KADOKAWA CORPORATION ASCII MEDIA WORKS/SAOII Project Game ©BANDAI NAMCO Entertainment Inc.