FINAL FANTASY XIV: Heavensward

FINAL FANTASY XIV: Heavensward

Nach den Ereignissen von „FINAL FANTASY XIV: A Realm Reborn“ sowie dem spektakulären Ende in Ul‘dah, setzt nun das Add-on „Heavensword“ an. Nach etwa zweijähriger Entwicklung und dem Fan-Festival 2014 (in London, Las Vegas und Tokio) gibt es nun massenhafte Neuerungen. Neben der Fortführung des Plots, neuer Gegenden, fliegende Reittiere, neue Dungeons und vielem mehr!

Als Krieger des Lichts wurde man in ganz Eorzea gefeiert, doch nach den Ereignissen im königlichen Palast von Ul’dah, hat sich das Blatt gewendet. Der Bund der Morgenröte und ihre Mitglieder sind entweder verschwunden oder in alle Winde zerstreut worden. Gemeinsam mit der tapferen Tataru flieht man in den kalten Norden.
In der Vergangenheit versuchte man vergeblich Ishgard für die Allianz gegen die Galear für sich zu gewinnen. Jetzt steht man vor den Toren Ishgards, um Unterschlupf zu bekommen. Zum Glück verbürgen sich die Fortemps, eine der vier einflussreichsten Familien, für einen. Unter ihrer Obhut lernt man recht schnell sich einzugewöhnen aber auch, dass Ishgard seine ganz eigenen Kämpfe auszufechten hat und somit den Beitritt der Allianz ausschlug. So muss die päpstliche Kurie stets seine Truppen zum Schutz der Stadt nutzen, denn diese wird immer wieder angegriffen von den Drachen. Seit tausend Jahren herrscht Krieg zwischen den Stadtbewohnern und den Drachen. Doch auch innerhalb der Stadtmauern gilt es die Konflikte im Griff zu haben. Der Klassenunterschied zwischen armen und reichen Bürgern ist ein Pulverfass. Die Kälte und der Hunger schwächen Ishgard somit von innen heraus.

FINAL FANTASY XIV: Heavensward | © 2010 - 2016 SQUARE ENIX CO., LTD. Alle Rechte vorbehalten.
FINAL FANTASY XIV: Heavensward | © 2010 – 2016 SQUARE ENIX CO., LTD. Alle Rechte vorbehalten.

Mit der Zeit hilft man nicht nur Graf Edmont Fortemps, sondern auch Aymeric, dem Sohn der päpstlichen Kurie. Er ist der Großmeister der Tempelritter und scheint aus einem anderen Holz als Papst Thordan VII. geschnitzt zu sein. Mit der Zeit erhält man immer einflussreichere Aufgaben und so deckt man als Krieger des Lichts einige Ungereimtheiten auf, die sich nicht decken mit den Aussagen der päpstlichen Kurie. Aymeric unterstützt einen, auch wenn man hierfür mit der einstigen Feindin „Eisherz“ bzw. Ysayle zusammenarbeitet. Außerdem bleibt Ishgard ebenfalls nicht verschont vom Einfluss der Acians und es tauchen alte Bekannte auf.

Die Qual der Wahl

Den neuen Plot kann man entweder mit seinem bisherigen Charakter beginnen oder mit einem der neuen drei Jobs starten. Zur Auswahl stehen: der Dunkelritter, der Astrologe und der Maschinist. Letzterer ist spezialisiert auf die Schusswaffen von Ishgards besten Ingenieuren, während der Astrologe die Symbiose der Astrologie und der Ätherologie auf magische Weise wirken lässt. Doch auch der Dunkelritter, welcher lediglich mit einem Schwert bewaffnet zu sein scheint, weiß die Schärfe seiner Klinge mit Magie zu verstärken.
Mit diesen drei Jobs gelingt eine schöne harmonische Mischung zwischen Tank, Heiler und Damage Dealer.

Doch bei dieser Auswahl bleibt es noch lange nicht. Gleichzeitig kommen zwei neue Völker hinzu: Raen und Xaela. Ihrer beiden Wurzeln liegen im östlichen Kontinent Othard. Sowohl die Raen als auch die Xaela gehören zu den „Au Ra“, einem Volk welches sich durch Schuppen im Gesicht, Hörnern und einem echsenartigen Schwanz abhebt. Der Unterschied zwischen den Raen und den Xaela macht die Farbe ihrer Schuppen, während die hellglänzende die Raen kennzeichnet, besitzen die Xaela dunklere.

FINAL FANTASY XIV: Heavensward | © 2010 - 2016 SQUARE ENIX CO., LTD. Alle Rechte vorbehalten.
FINAL FANTASY XIV: Heavensward | © 2010 – 2016 SQUARE ENIX CO., LTD. Alle Rechte vorbehalten.

Eine neue Welt

Wer hätte schon gedacht, dass sich so eine punktvolle Stadt mit unzähligen spitzen Türmen so hoch im Norden bedeckt hält? Wahrhaft majestätische und gleichzeitig bettelarme Stadtviertel findet man hinter den Stadttoren. Doch damit ist es noch nicht genug, denn auch die Bergregion in Dravania oder die weiten Landstriche von Abalathia bieten jedem einen wahren Augenschmaus. Leider gibt es diese erst nach den weit im Schnee liegen Abschnitten des bisher nicht passierbaren Coerthas zu sehen. Umso schöner werden sie allerdings, wenn man die neue Flug-Funktion für seinen Chocobo freigeschaltet hat. Zuvor gilt es anhand eines Äther-Kompasses alle Wind-Äther in einem Gebiet einzusammeln, damit man diese beherrscht und sein Reittier sicher durch die Lüfte lotsen kann. Die Steuerung für das Fliegen ist leicht und geht schnell ins Blut über. Sobald man sich vom Boden abgestoßen hat, muss man nichts weiter tun um zu schweben. Nur für die Höhenunterschiede sowie das Lenken zur Seite erfordert weitere Aktionen via Controller oder Maus/Tastatur.

Selbstverständlich trifft man in den neuen Gegenden auch zahlreiche neue Gegner, Materialien zum Craften und Rohstoffe für die Sammler/Handwerker. Mit dem Add-on wurde das Maximal-Level von 50 auf 60 angehoben. So gibt es reichlich Aufgaben für die unterschiedlichen Klassen. Allerdings mit einer Einschränkung: Die Erfahrungspunkte aus der Hauptgeschichte reichen ausschließlich für eine Job-Klasse (Kampf oder Magie). Stellenweise fehlen einem sogar ein paar Erfahrungspunkte, um die Voraussetzung zur nächsten Quest zu erfüllen. Sicherlich darf man aber darauf hoffen, dass wie zuvor mit „FINAL FANTASY XIV: A Realm Reborn“, alle paar Wochen ein Update Neuerungen inklusive Quests mit Erfahrungspunkte zur Verfügung stehen wird.

FINAL FANTASY XIV: Heavensward | © 2010 - 2016 SQUARE ENIX CO., LTD. Alle Rechte vorbehalten.
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Let’s fight!

„Final Fantasy“-Fans bebten bereits vor Freude bei der Ankündigung vom Primae „Bismarck“. Bereits in anderen Spiele-Teilen war dieser Gegner eine Herausforderung. In „FINAL FANTASY XIV: Heavensword“ wird der Wolkengott von dem wilden Stamm der Vanu Vanu heraufbeschworen. Gekämpft wird gegen diesen Drachen in einem achter-Raid. Raid-typisch für FF XIV ist dieser zeitlich begrenzt und die Zusammenstellung der Klassen zwei Tanks, zwei Heiler und vier Damage Dealer. Bei einem Misserfolg startet der Raid einfach von vorn. Der Kampf selbst spielt sich wie zuvor in Echtzeit ab mit allem was zu einem Kampf dazu gehört: Skills, Kombos, (De-)Buffs und dem „Limit Rausch“. Letzterer füllt sich unter bestimmten Kriterien, sodass alle Teilnehmer einen riesigen, gemeinsamen Schlag ausführen können.

Je nach Kampf erhält man natürlich auch Belohnungen. Diese können in Form von Rüstung, Waffen, Tränken, stärkender Nahrung oder Gil (Geldwährung) ausfallen. Die häufigsten Belohnungen gibt es jedoch in Dungeons. Diese beinhalten mehrere Gegner, doch ebenfalls auch Truhen, die einem zusätzlichen Vergütungen zukommen lassen. Üblicherweise sind die Dungeons jedoch auf vier Personen begrenzt. Wahlweise kann man mit einer bestehenden Gruppe einen betreten oder man holt sich zufällige Spieler mit ins Boot. Ganz fair wird erst auf dem gleichen Server nach Spielern gesucht und danach erst die Suche ausgedehnt auf andere Server und Rechenzentren.

FINAL FANTASY XIV: Heavensward | © 2010 - 2016 SQUARE ENIX CO., LTD. Alle Rechte vorbehalten.
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Unter die Haube geschaut

Square Enix lässt sich nicht lumpen und nahm sich die Kritik zu Herzen. So hat sich das Spielerlebnis um einiges verbessert. Dank der Rechenzentren in Europa, Asien und den USA gehören die Verzögerungen der Vergangenheit an, aber einen weiteren Boost gewinnt „Heavensword“ durch die Begrenzung der Gebiete in verschiedene Instanzen. In der Vergangenheit waren gerade die neuen Gebiete überfüllt und stark ausgelastet mit Spielern. Als kleines Manko muss man jedoch darauf achten, dass man zur Gruppenbildung sich nicht in unterschiedlichen Instanzen befindet.

… und was gibt es noch?

Überall haben sich viele kleine und größere Elemente verändert bzw. sind ergänzt worden. Das Bestarium wurde erweitert, neue Frisuren sind verfügbar, der neue Raid-Dungeon „Alexander“ mit bis zu 24-Spielern kam hinzu und für die „Freien Gesellschaften“ gibt es nun die Möglichkeit in ihrer eigenen Werkstatt Luftschiffe zu bauen. Dies sind natürlich nur einige der zahlreichen Neuerungen und Ergänzungen.
Doch auch ohne Add-on dürfen sich die Spieler auf zukünftige Updates freuen, denn die Update-Ankündigungen unterscheiden zwischen den Versionen. Die Trennung erfolgt durch die Versionskennzeichnung „2.x“ und „3.x“.

FINAL FANTASY XIV: Heavensward | © 2010 - 2016 SQUARE ENIX CO., LTD. Alle Rechte vorbehalten.
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Fazit

Nicht nur geschichtlich startet man einen Neuanfang, um sich einen guten Ruf aufzubauen, sondern auch gleich in einer völlig neuen Umgebung, die ihre eigenen Regeln besitzt. Dank der Level-Anhebung auf Stufe 60, ist man gut beschäftigt und ebenso gut unterhalten durch die vielen Neuerungen für Kämpfer/Magier bzw. Sammler/Handwerker. Schade ist allerdings, dass die Hauptmission nicht ausreicht um Level 60 zu erreichen und man zwischendurch leveln muss. Nichtsdestotrotz überzeugen die Sequenzen mit deutschen Dialogen, die Raids, die Dungeons, die fliegenden Reittiere, die neuen Gebiete sowie die ausgewogenen neuen Klassen. Genauso umfangreich und mit der Liebe zum Detail muss ein Ad-on sein.

Autor: Nicole Borkowitz

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FINAL FANTASY XIV: Heavensward
Bewertung:
Grafik:5 von 5
Sound:5 von 5
Synchronisation:5 von 5
Story:5 von 5
Gameplay:4 von 5
Multiplayer:5 von 5
Gesamt: 5,0 von 5
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