Die Braut des Magiers Band 2

Die Braut des Magiers Band 2

Die Mythen und Sagen Europas vereint in einer Geschichte um Magie, Liebe und Mysterien. Kore Yamazaki bringt im zweiten Band von „Die Braut des Magiers“ noch mehr mythische Wesen in die Geschichte und spinnt die Geheimnisse um den Magier der Dornen weiter.

Elias, der Magier der Dornen, der sich der jungen Chise angenommen hat, wurde von der Kirche beauftragt einige Aufträge auszuführen, damit diese ihn nicht länger beschatten.
Chise selbst, eine Slay Vega, quasi ein Magnet für Magie, wurde von ihrem Meister mitgenommen, da dieser sie versucht auszubilden und versucht sie zu seiner Braut zu machen. In einem kleinen Dorf in England ist der König der Katzen auf eine mysteriöse Quelle dunkler Energie gestoßen und braucht nun die Hilfe des Magiers. Dieser schickt jedoch Chise vor, um den dunklen Fleck auf einer kleinen Insel zu reinigen. Dort wurde ihr allerdings aufgelauert und nun beginnt der zweite Band von „Die Braut des Magiers“ genau dort: Chise wird mit einem Messer bedroht und festgehalten, während Elias mit Renfred, einem Hexer spricht.
Renfred’s Gehilfin heißt Alice und scheint ebenfalls hohe magische Fähigkeiten zu besitzen, doch weiß sie mehr als Chise über die Form der Magie, die durch ihre Venen pulsiert. Sie eröffnet der ehemaligen Sklavin, dass sie schon bald sterben wird, wenn es dem Magier nicht gelingt die Absorption der Magie einzuschränken. Einer menschlichen Hülle ist es nicht gestattet die magische Energie zu bündeln und solange Chise nicht gelernt hat sich dagegen abzuschirmen schwebt sie in Lebensgefahr.

Refred wirft unterdessen Elias vor, dass er Chise benutzen will um Experimente mit ihr anzustellen, um sie dann, wenn sie verbraucht ist, zur Seite zu werfen.
Chise glaubt dem Hexer allerdings nicht, kann sich losreißen und in die Arme ihres Meisters flüchten. Sie ist der festen Überzeugung, dass Elias sie als Familie ansieht und alles in seiner Macht Stehende tun wird, um sie zu schützen.
Während dieses Gespräches wabert die dunkle Energie weiterhin auf der Insel und es wird höchste Zeit, dass sich jemand darum bemüht die Energie zu stoppen. Chise erklärt sich sofort bereit und wird bei ihrem Vorhaben von der Luftfee und dem König der Katzen unterstützt.
Gemeinsam treten sie in die Energieblase ein und bekommen die Magie zu sehen, die das dunkle Wesen dahinter antreibt.
Es ist Liebe und Verrat, die der Antrieb hinter den Gräueltaten des Menschen der hierhin verbannt wurde.
Nun ist es Chise, die dem bösen Geist erlaubt sicher in das nächste Leben zu gehen und geleitet vom König der Katzen gelingt der Weg auch ohne Probleme.

Wieder zurück in der Welt der Sterblichen bricht die junge Chise zusammen und fällt in einen tiefen Schlaf.
Elias bringt sie zu einer sicheren Stelle im Wald wo sie für zwei Wochen lang schlummert. Doch als Elias sie erneut besucht, um zu sehen ob er sie vielleicht sanft mit Magie wecken kann, ertönt eine Fanfare der Feenwelt und die Königin Titania tritt aus dem Feenreich hervor.
Sie möchte die Braut des Magiers kennenlernen und ist verzückt von dieser, als sie sie das erste Mal erblickt. Doch erscheint nun auch Oberon, der Feenkönig und zaubert mit seiner Feenmagie einigen Schabernack herbei.
Doch Titania hält ihren Ehemann zurück und tut noch dazu Elias einen großen Gefallen, als sie mit ihrer Magie dafür sorgt, dass Chise wiedererwacht. Gemeinsam sprechen sie danach über die Zukunft der jungen Slay Vega, ihre Magie und die Beziehung zwischen Elias und ihr.

Ein letzter Auftrag führt den Magier und seinen Lehrling zu einer Kirche. Dort soll ein Grimm, ein riesiger schwarzer Hund, gesichtet worden sein, der die Bewohner des anliegenden Dorfes angreift.
An der Kirche trennen sich Elias und Chise schnell voneinander und während sich Chise auf dem Friedhof umschaut, verschwindet Elias um selbst Nachforschungen anzustellen.
Chise, erneut als magischer Magnet, zieht die bösen Geister auf dem Friedhof an und wird von einem Dämon verfolgt. Erst kurz bevor der Geist sie geschnappt hat, wird sie von einem jungen Mann gerettet. Dieser, so stellt Chise schnell fest, blutet allerdings schwer und urplötzlich verwandelt er sich und wird zum schwarzen Hund.
Notdürftig versucht sich Chise nun um den Hund zu kümmern, doch wird kurzerhand von Alice angegriffen. Diese wurde von ihrem Meister zur Kirche geschickt, um den Grimm zu fangen und als Versuchsobjekt zu katalogisieren.
Die Slay Vega kommt Alice allerdings zuvor und betäubt sie mit einem Schlaftrunk.
Während sie sich um den Hund kümmert und Alice langsam wiedererwacht und von einem gefährlichen Magier erzählt der selbst ihren Meister unter Kontrolle hat, taucht auch Elias wieder auf. Schnell stellen sie gemeinsam fest, dass die Toten nicht von dem Grimm gerissen wurden, sondern etwas Schlimmeres sein Unwesen treibt.
Genau in diesem Moment wird die Kehle von Chise aufgerissen und der zuvor angesprochene Magier taucht auf. Er nennt Elias bei einem anderen Namen (Pilum Murialis) und scheint äußerst amüsiert über dessen Beziehung zu Chise.

An dieser Stelle endet der zweite Band von „Die Braut des Magiers“ und lässt somit Lust auf mehr. Erneut sind die 196 Seiten Geschichte schnell verflogen und auch wenn die Zeichnungen manchmal etwas verwirrend sind, ist es doch trotzdem eine angenehme Lektüre gewesen. Der Zeichenstil bewegt sich zwischen detailreichen Charakterstudien und Splashpanels voller Magie, bis hin zu Chibi-Zeichnungen die für eine kleine Auflockerung zwischendurch sorgen.
Insgesamt scheint die Geschichte von Chise und Elias voller Geheimnisse zu sein und so hat man noch nicht wirklich das Gefühl alles Geschehende genau zu durchdringen und einordnen zu können.

Humor:
Bis auf einige Auflockernde Zeichnungen im Chibi-Stil gibt es eigentlich wenige humoristische Momente. Die Geschichte ist eher durch Fantasy- oder Mystery-Elemente beeinflusst und somit nicht unbedingt witzig aufgemacht.

Action:
Die spannenderen Kämpfe und die actionreichen Szenen sind meist innerhalb kürzester Zeit vorbei. Zudem weiß man meist nicht hundertprozentig wer genau von wem angegriffen wird, da es sich meist um magische oder hinterhältige Angriffe handelt. Die einzelnen Charaktere sind zudem auch manchmal nicht sehr gut zu unterscheiden (so zum Beispiel die Feenkönigin Titania und ihr Mann Oberon), was noch zu weitergehenden Problemen führt.

Erotik:
Obwohl schon im Titel eine Liebesbeziehung zwischen zwei Personen angekündigt wird, steckt wenig Liebe im zweiten Band von „Die Braut des Magiers“. Die wenigen Momente in denen auf die Beziehung zwischen Elias und Chise hingewiesen wird, sind meist nur beiläufige Kommentare von anderen Charakteren, so dass die eigentlichen Emotionen der beiden nicht wirklich klar herausgestellt werden.

Fazit

Auch im zweiten Band werden einige mystische Gestalten der britischen und insgesamt europäischen Fabelwelt herbeigerufen um die originelle Geschichte von Chise und ihrem Magier-Meister zu erzählen.
Der eigentliche Charme liegt dabei in der phantasievollen Beschreibung des Charakters von Chise, welche sich in ihrer Situation dauerhaft fremd fühlt und niemals wirklich versteht was vor sich geht. Der Leser wird durch den narrativen Fokus auf dieses junge Mädchen ebenso im Dunkel gelassen, so dass einige Fragen dauerhaft offenbleiben und die Wartezeit auf Band 3 unerträglich lang scheint. Zudem ist für alle Leserinnen, die jetzt zuschlagen auch noch eine kleine Zusatzgeschichte in Form eines Special Booklets zu haben, welches allerdings nur bei der ersten Auflage des Mangas beigefügt wird.
Für Fantasy-Fans also durchaus einen zweiten Blick wert!

Autor: Björn Molkenthin

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Die Braut des Magiers Band 2
Bewertung:
Story:4 von 5
Humor:2 von 5
Action:3 von 5
Gesamt: 3,0 von 5
Copyright-Hinweis:
MAHOUTSUKAI NO YOME © Kore Yamazaki