Die Braut des Magiers Band 3

Die Braut des Magiers Band 3

Chise wird immer tiefer in die Welt der Magie eingeführt und macht einige neue Verbündete. Als Elias sich zurückzieht kommen alte Freunde und Feinde, um sie zu besuchen.

Stark verletzt wird Chise inmitten des Waldes von Elias beschützt. Doch von dem Kampf, der um sie herumtobt (der letzte Band war inmitten eines Kampfes geendet), bekommt die junge Slay Vega gar nichts mit. Sie befindet sich im Bewusstsein des Grimms Ulysse. Dieser hat die Form eines großen schwarzen Hundes angenommen und wird bezichtigt Menschen gerissen zu haben. Doch wie sich für Chise im Bewusstsein des Geistes herausstellt, hat dieser nur einen Sinn, nämlich ein Mädchen namens Isabelle zu beschützen. Dies versucht er auch nach ihrem Tod noch zu tun, auch wenn diese Aufgabe natürlich keinen Sinn mehr hat. Da Chise allerdings die gleiche Haarfarbe wie Isabelle hat, fühlt sich der Grimm zu ihr hingezogen und beschützt sie.
Zurück im Wald hat Elias eine Albtraumgestalt angenommen. Seine Extremitäten sind in die Länge gezogen und sein Körper ist mit einer Knochenhaut überzogen. So versucht er den Magier Cartaphilus zu besiegen, doch Chise erwacht und nimmt den Albtraum-Elias mitten im Kampfgetümmel in den Arm, da sie verstanden hat, dass auch er sie nur beschützen möchte.
Der Kampf nimmt seinen Lauf und Cartaphilus ruft eine seiner Monstrositäten ins Gefecht: Ein Spinnenwesen mit dem Körper einer Frau und zusammengenähten Armen.
Zu Ulysses Entsetzen handelt es sich bei der Frau um Isabelle, welche der Magier ausgegraben hat, um sie für seine Zwecke zu missbrauchen.
Doch bevor es zum Endkampf kommen kann, versucht Chise ihre Magie zu nutzen, um die Regeln der Welt zu brechen. Sie erschafft eine Wolke aus Heuschrecken und will damit den Gegner angreifen. Elias ruft sie allerdings zur Vernunft und beendet das Specktakel mit der Hilfe eines Will-o-Wisps, einem Feenwesen und dessen Teleportationskünsten.

An dieser Stelle wird die Hintergrundgeschichte von Cartaphilus erläutert, wer er ist und warum er sich auf die dunkle Seite der Magie geschlagen hat. Da diese Geschichte, nach der Meinung des Autors volksverhetzend ist, wird sie hier nicht erläutert.

Der Kampf bricht erneut aus, nachdem Cartaphilus die geflohenen Charaktere gefunden hat. Nun ist es Ulysse, der sich seiner früheren Liebe stellt und sie mit einem Biss ins Genick tötet. Frei von der Magie des Versprechens, geht er einen neuen Bund mit Chise ein und verspricht sie für alle Zeit zu schützen.
Zurück auf dem englischen Landsitz von Elias, verbringen Chise und Ruth (so heißt der Grimm nun) einige ruhige Tage. Elias hat sich auf sein Zimmer zurückgezogen und will von niemandem gestört werden.
Statt mit ihrem Meister sprechen zu können, wird Chise von der geisterhaften Magd des Hauses in die Stadt geschickt, wo sie mit ein wenig Taschengeld einkaufen gehen soll.
Mit Ruth im Gepäck macht sie sich auf den Weg und trifft unterwegs Angelica, die Tüftlerin, die ihr die Kette zur Sicherung ihrer Magie gefertigt hatte.
Gemeinsam reden sie über die Ursprünge der Magie und was es für eine Slay Vega bedeutet einem Magier wie Elias zu gehören, doch Chise will nichts von der Abhängigkeit hören, in welcher sie zu Elias steht. Zurück Zuhause macht sie sich deshalb auch klammheimlich auf in Elias‘ Zimmer und verbringt dort an ihn gekuschelt die Nacht. Obwohl diese Nähe außerordentlich gefährlich zu sein scheint, geschieht Chise nichts und sie erwacht am nächsten Tag in ihrem eigenen Bett. Elias ist unterdessen aufgebrochen und hat nur einen Zettel hinterlassen.
Natürlich macht sich Chise alleine auf und sucht nach ihrem Meister. Sie stolpert dabei in den Garten eines alten zutraulichen Mannes, der von einem Feenwesen heimgesucht wird. Diese gibt ihm die Fähigkeit perfekter Gärtner und Geschichtenschreiber zu sein und ernährt sich dabei von seiner Lebensenergie. Wie Ruth richtig feststellt handelt es sich um einen Vampir. Doch dieser Vampir will dem alten Mann eigentlich gar nichts Böses, sondern fühlt sich selbst zu ihm hingezogen. Anstatt von einem jungen Mann zum anderen zu rennen, hat sich dieser Vampir dazu entschlossen ihrer Liebe nahe zu bleiben.
Als durch Chises Anwesenheit es den beiden dann auch noch gelingt sich zu sehen, scheint die Geschichte perfekt zu sein.
Ein wenig weiter findet Ruth Elias. Dieser ist in einem Fluss im Wald zusammengebrochen und hat sich dort regeneriert. Obwohl er wieder ganz der alte zu sein scheint, stört es ihn nicht, als ein Auftrag der Drachen Chise alleine zu sich rufen. Die Drachen, welche Chise noch in jungen Jahren kennengelernt hatte, haben sich in der letzten Zeit stark verändert. Sie sind gewachsen und intelligenter geworden. Nun bieten sie Chise an, den nächsten Schritt auf ihrer Reise zur Magie zu machen. Sie soll sich einen Zauberstab aus einem Baum fertigen.

An dieser Stelle endet der dritte Band von „Die Braut des Magiers“ ermöglicht es den Lesern sich sehr auf den nächsten Band zu freuen.
Bis auf die sehr abstruse, unnötige und hetzende Darstellung des Charakters Cartaphilus, scheint dieser Band auch stark in die Schritte der Vorgänger zu stampfen. Die Charaktere bleiben komplizierte, runde Personen mit ganz verschiedenen Antrieben und Hoffnungen.
Der Zeichenstil ist auch nach wie vor sehr detailliert und auch wenn es dadurch manchmal etwas unübersichtlich wird, liest sich der dritte Band von „die Braut des Magiers“ sehr gut.

Humor:
Einige wenige Zeichnungen im Chibi-Stil sollen das dichte Gestrüpp aus Geschichte und Charakteren auflockern. Leider gelingt dies nicht immer und wirkt stattdessen etwas fehl am Platz.

Action:
Die Kämpfe sind stimmungsvoll gehalten, wobei meist die Antriebe der Charaktere im Mittelpunkt stehen. Die eigentliche Kampfhandlung fällt dabei etwas in den Hintergrund und wird nur wenig dargestellt.

Erotik:
Die Liebesbeziehung zwischen Chise und Elias fällt immer mehr zurück. Durch die komplizierte Verstrickung von Charakteren wird es immer schwerer zu verstehen warum und wie es zu einer Hochzeit zwischen den beiden kommen soll.

Fazit

Obwohl die Geschichte an sich spannend erzählt ist, wirkt sie manchmal etwas unübersichtlich und unnötig kompliziert. Das gibt Punktabzug, denn auf diese Art und Weise kommt es auch zu Hintergrundgeschichten von Charakteren die sich wie ein Parteiprogramm einer rechtsnationalen Partei lesen lässt.

Die Geschichten an sich verbindet allerdings nach wie vor Mythen und Sagen aus verschiedenen Ländern und eröffnet somit dem Leser ein kleines Tor in eine mysteriöse Welt. Wenn die Geschichte so weitergeht darf man gespannt sein, welchen bekannten Wesen Chise noch über den Weg läuft.

Autor: Björn Molkenthin

Entschuldigung, Kommentare zu diesem Artikel sind nicht möglich.

Die Braut des Magiers Band 3
Bewertung:
Story:2 von 5
Humor:2 von 5
Action:2 von 5
Gesamt: 2,0 von 5
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